| IgG1: |
Die Subklasse IgG1 stellt mit ca. 70% des Gesamt-IgG die größte Fraktion dar. Hier sind die meisten protektiven antibakteriellen und antiviralen Antikörper enthalten.
Niedrige Konzentrationen führen deshalb zur allgemeinen Immun-defizienz. Häufig sind dadurch pyogene Infektionen und chronische Lungenerkrankungen.
Kombiniert mit einem IgG2-Mangel werden niedrige Konzentrationen beim nephrotischen Syndrom und insbesondere bei der Minimal-change Nephritis gefunden.
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Indikationen der IgG-Subklassenbestimmung:
- Rezidivierende Infektionen
(Otitis, Sinusitis, Bronchopneumonie)
- Rezidivierende Diarrhoen
insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer bronchopulmonalen Erkrankung
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| IgG2: |
Vorwiegend Antikörper gegen bakterielle Kapselpolysaccharide. Ein Mangel führt deshalb überwiegend zu Infektionen mit bekapselten Bakterien wie H. influenza und Pneumokokken.
Im Kindesalter tritt der IgG2-Mangel häufig kombiniert mit IgG4-Mangel auf. Es kommt dabei dann zu rezidivierenden Atemwegsinfektionen, chronischer Otitis und Sinusitis sowie Meningitis.
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| IgG3: |
Enthält vor allem virusneutralisierende Antikörper. Ein Mangel verursacht insbesondere auch im Erwachsenenalter Fieberschübe, häufige Durchfälle, rezidivierende Infektionen der Atemwege und virusbedingte Harnwegsinfektionen. Oft kombiniert mit einem IgG1-Mangel.
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Therapeutische Möglichkeiten:
- Steigerung der Infektabwehr durch Impfungen
(Pneumokokken, Haemophilus, Grippe)
- Frühzeitige antibiotische Therapie bei Infekten
- Immunglobulin-Substitution bei schweren klinischen Verlaufsformen
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| IgG4: |
Die klinische Relevanz eines isolierten IgG4-Mangels ist umstritten. Meist kombiniert mit IgG2-Mangel und /oder IgA-Mangel.
Erhöhte Konzentrationen werden bei atopischer Dermatitis, Asthma, Bronchiektasen und Muskoviszidose gefunden.
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