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Bei Vorliegen einer Anämie wird eine weitere Charakterisierung vorgenommen anhand
- der Größe der Erythrozyten mikro-, makro-, normozytäre Anämie
- des Hb-Gehaltes der Erythrozyten hypo-, hyper-, normochrome Anämie
- von Hämolyseparametern hämolytische Anämie
- der Retikulozytenzahl hypo-, hyperregenerative Anämie
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Hkt
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Reifungszeit im Blut
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45 %
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1 Tag
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35 %
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1,5 Tage
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25 %
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2 Tage
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15 %
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2,5 Tage
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Die Retikulozyten werden im Laborbefund als Anteil der Erythrozyten angegeben (im Labor 28 pro 100 Erythrozyten, also in Prozent). Dies birgt aber zwei Fehlerquellen: Bei erniedrigtem Hämatokrit wird ein falsch hoher Retikulozytenanteil ermittelt.
Hinzu kommt, dass ein Retikulozyt normalerweise 3 Tage im Knochenmark reift und nur 1 Tag im peripheren Blut zirkuliert. Bei einer verstärkten Erythropoese kommt es aber zu einem schnelleren Auswandern aus dem Knochenmark (vergleichbar der Linksverschiebung der weißen Blutzellen bei Infekt) und einer verlängerten Verweildauer im Blut.
Um eine genaue Aussage über die Regenerationsfähigkeit des Knochenmarks zu erhalten, muss man diese Faktoren berücksichtigen und die Retikulozytenzahl in Abhängigkeit vom aktuellen Hämatokrit nach unten korrigieren. Dies geschieht durch Ermittlung des Retikulozytenproduktionsindex:
RPI = Retikulozyten x tatsächlicher Hämatokrit
Reifungszeit im Blut x 0,45 (Ideal-Hämatokrit)
Wird Ihrerseits die Retikulozytenzahl und ein Blutbild angefordert und es liegt eine Hämoglobinerniedrigung vor, wird bei Erwachsenen zukünftig automatisch kostenneutral der RPI für Sie berechnet.
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RPI > 3
Effektive Erythropoese
( hyperregenerativ)
- akute Blutung
- hämolytische Anämie
- Behandlung von Mangelanämien
- Therapie mit Erythropoetin
- Erholung der Erythropoese nach Chemotherapie
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RPI < 2
Ineffektive Erythropoese
(= hyporegenerativ)
- Eisen-, Folsäure-,
Vitamin B12-Mangel
- Anämie bei chron. Erkrankung (Infekt, Tumor)
- Niereninsuffizienz
- Myelodysplastisches Syndrom
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