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Wir empfehlen als Marker für die Knochenresorption:
- TRAP 5b im Serum (unabhängig von Ernährung, keine zirkadiane Schwankung, taggleicher zeitnaher Laboreingang) oder
- ß-CTX („CrossLaps“) im Serum (im EDTA-Blut stabiler, Blutentnahme nüchtern von 7.00 bis 9.00 Uhr) oder
- “Crosslinks” im Urin
Die Crosslinks Pyridinolin (PYD) und Desoxy-Pyridinolin (DPD) sind Quervernetzer im Kollagenmolekül (unabhängig von Ernährung, keine zirkadiane Rhythmik; stabiler als Serumparameter).
Präanalytik: Erster Morgenurin, keine direkte Sonneneinwirkung.
und als Marker für die Knochenneubildung:
- “Ostase” i.S. (knochenspezifische Alkalischen Phosphatase)
Neben der Osteoporose ist die Best. der Ostase i.S. indiziert bei:
- Erhöhter Gesamt-AP ungeklärter Genese
- V.a. Knochen-Metastasen, z.B. beim Prostata-Ca
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Zur Prävention einer Osteoporose wird empfohlen:
- Bestimmung von 25(OH)-Vitamin D von Januar - April
- Knochenresorptionsmarker: bei Frauen 2 J. nach Meno-pause und danach alle 5 J.; bei Männern ab 65 J., z.B. alle 5 Jahre
- Ausschluss Östradiol unter 15 pg/ml in der Postmeno-pause und Hypogonadismus beim älteren Mann (Testosteron / SHBG)
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Bei Patienten mit Primärer Osteoporose wird empfohlen, jeweils einen Marker für den Knochenaufbau und einen Marker für den Knochenabbau zu bestimmen:
- zur Klassifizierung zwischen hohem und niedrigem Knochenumsatz
high-turnover (Fast-Loser-Patienten): Marker sind erhöht.
Oft am Beginn der Menopause und im Senium. Hier wird die Therapie mit Medikamenten empfohlen, die die Knochenresorption hemmen (z.B. Bisphosphonate, Calcitonin).
low-turnover (Slow-Loser-Patienten): Marker sind meist normal.
Auftreten oft >10 Jahre nach der Menopause.
- zur Therapie- und Verlaufskontrolle
Im Gegensatz zu bildgebenden Verfahren können die Laborparameter schon nach 1 Monat bei Bisphosphonaten den Therapieerfolg anzeigen. Zur Verlaufskontrolle ist die Bestimmung eines Knochenresorptions-marker ausreichend.
- als Hinweis auf ein besonderes Frakturrisiko
Hinweis: Bei Patienten mit Knochenmetastasen, Morbus Paget oder Primärem Hyperparathyreoidismus sowie nach einer Fraktur werden ebenfalls erhöhte Knochenumsatzmarker gefunden.
Osteoporose Diagnostik
Risikofaktoren, Anamnese, Klinik
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Röntgen, Osteodensitometrie
Initiales Minimalprogramm:
BSG, Diff.-BB., Calcium, Phosphat, Gesamt-AP, γ-GT, GPT/ALAT, Gesamteiweiß, Elektrophorese
Im 24h-Sammelurin: Calcium, Phosphat, Eiweiß
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Diagnose: V. a. Osteopenie/Osteoporose


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Ausschluss Sekundäre Osteoporose
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V. a. Hypercortisolismus:
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Serumcortisol morgens vor und nach Dexamethasonsuppression
(2 mg. um 23.00 Uhr)
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V. a. Androgenmangel beim Mann:
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Testosteron, SHBG, LH, FSH
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V. a. Plasmozytom:
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Immunfixationselektrophorese
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V. a. Hyperthyreose:
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TSH (FT3, FT4)
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Calcium erhöht:
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Parathormon (Hyperparathyreodismus)
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V. a. renale Osteopathie:
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Parathormon, 1,25 Di-OH-Vitamin D
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V. a. Malabsorptionsydrom:
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u. a. 25-OH-Vitamin D, Calcium, Ferritin, Quickwert
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V. a. latente Osteomalazie:
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25-OH-Vitamin D, Parathormon
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Diagnose: Primäre Osteopenie/Osteporose

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Stoffwechselmarker
Knochenresorptionsmarker:
- TRAP 5b im Serum (unabh. von Ernährung/zirkadianer Rhythmik, taggleicher zeitnaher Transport)
- oder ß-CTX („CrossLaps“) im Serum (im EDTA stabiler, BE von 7.00 bis 9.00 Uhr, nüchtern)
- oder Crosslinks im ersten Morgenurin (stabiler als Serumparameter, unabhängig von Ernährung)
Knochenaufbaumarker:
- Knochen-AP (''Ostase'') im Serum
Calcitrope Hormone: Parathormon, 25-OH-Vitamin D
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Klassifikation:
High / low turn over
Osteomalaziekomponente
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Individuelle Therapie:
Wiederholung Labor Knochenmetabolismus z. B. nach 3 und 6 Monaten
(u. a. Crosslinks, Ostase)
Wiederholung Knochendichte nach 12 Monaten
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Fliess-Schema verändert nach Seibel Syllabus Intensivkurs klinische Endokrinologie 1995 und Klin. Lab. 1993; 39: 341-345
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