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LaborInfo 13

Nachweis und Charakterisierung von
humanem Papilloma-Virus ( HPV ) mittels eines Gensonden-Testes

HDie HPV-Infektion ist die häufigste Virusinfektion im Genitalbereich. Das Vorkommen der Viren ist mit einer Reihe verschiedener Erkrankungen assoziiert: Kondylome, bowenoide Papulose, zervikale, vaginale intraepithiale Neoplasien und Karzinome. Die Übertragung der Viren erfolgt überwiegend sexuell, bei den „High-Risk-HPV-Typen“ handelt es sich um den wichtigsten anerkannten Risikofaktor für die Entwicklung eines Zervixkarzinoms.

Da die Viren sexuell übertragbar sind, findet man bei Sexualpartnern HPV-positiver Frauen bis zu
70 % positive HPV-Nachweise.

Seit Oktober 2006 ist für Frauen mit Gardasil® ein Impfstoff erhältlich, der vor HPV 6, 11, 16 und 18 schützt. Ein weiterer Impfstoff gegen die Genotypen 16 und 18, der darüber hinaus auch gegen die Typen 45 und 31 schützen sollen, wird 2007 zugelassen (Cervarix®). Besonders die Genotypen 16 und 18 sind in 70% der Zervixkarzinome vorhanden. Für die verbleibenden 30% sind andere Typen verantwortlich.

Eine Impfung schütz zuverlässig vor einer Infektion. Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung wird jedoch weiterhin empfohlen.

Der Gensondennachweis und die Charakterisierung der HPV-Viren erfolgt bisher in zwei Gruppen:

1. Gruppe ( erhöhtes onkogenes Potential ) „High-Risk-Typen“
HPV-Typen

16 18 31 33

-Zervixkarzinom

intraepitheliale
Neoplasien

 

35 39 45 51 52 56 58 59 68

 

Grad 2 und 3

       
2. Gruppe ( weniger erhöhtes onkogenes Potential „Low-Risk-Typen“
HPV-Typen

6 11 42 43 44

-genitale Kondylome

geringgradige
intraepitheliale
Neoplasien

Untersuchungsmaterial:

Zur Untersuchung benötigt man bei Frauen und Männern grundsätzlich zellreiches und sekretarmes Abstrichmaterial.

Spezielle HPV-Tupfer und Transportmedien (ViraPap/ViraType) für Zervikalabstriche oder Abstriche von auffälligen Läsionen des Genitalbereiches werden vom Labor kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Tupfer verbleibt nach der Abstrichentnahme im Transportmedium. Die Abstriche sind bis zu 7 Tage bei Zimmertemperatur in der Praxis lagerfähig.

Ebenfalls geeignet und zugelassen ist Thin-Prep®-Pap-Test™-Material.

Stand: Februar 2007

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