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LaborInfo 111

CD 63 - Der Aktivitätsmarker

Im Gegensatz zu spezifischem IgE im Serum fällt der CD 63-Test nur in sehr seltenen Fällen falsch negativ aus (Non-Responder: < 5 % der Sensibi­lisierungen). Auch nach kurz zuvor erfolgter Allergenexpo­sition oder systemischer anti­allergischer Medikation ist ein falsch negativer Reaktions-ausfall möglich.
Ggf. ist eine Wiederholung frühestens drei Wochen nach einem akuten allergischen Geschehen erforderlich oder mindestens 24 Std. nach der letzten Gabe immunmodu­lierender Medikamente.

Die basophilen Leukozyten des Blutes sind die primären Effektorzellen der IgE-vermittelten allergischen Reaktion vom Sofort-Typ.
Sie können auch bei nicht-IgE-vermittelten allergischen und pseudoallergi­schen Reaktionen beteiligt sein. Solche Reaktionen werden z. B. durch Komplement-Aktivierung, Haut-sensitivierende IgG-Antikörper oder Autoanti-körper gegen IgE ausgelöst.
Die Aktivierung der basophilen Leukozyten und Mastzellen führt neben der Freisetzung von Mediatoren wie Histamin auch zur Expression des Aktivitätsmarkers CD63 an deren Oberfläche. Seine Messung erfolgt durchflusszytometrisch, nachdem patienteneigene basophile Leukozyten im Testansatz mit einem Allergen inkubiert wurden.

Die Vorteile der Bestimmung von CD 63 gegenüber der Bestimmung von allergiespezifischen IgE-Antikörpern liegen in der Erfassung der individuellen Reaktionslage bei Allergikern, d. h. das Ausmaß der allergischen Reaktion bei Konfrontation mit dem Allergen wird in vitro nachgeahmt. Dieses muss nicht unbedingt mit der RAST-Klasse eines allergenspezifischen IgE korrelieren.

Indikationen:

  • Klärung von Diskrepanzen zwischen klinischer Symptomatik und gefundener IgE-RAST-Klasse (individuelle Reaktionslage!) in Fällen, bei denen die Durchführung von Provokations test en (Haut test ) nicht praktikabel ist,
  • sensitivere Erfassung von Allergien gegen bestimmte Allergene, deren Diagnostik über die Bestimmung des allergenspezifischen IgE bisher nur teilweise oder weniger empfindlich gelingt (z. B. bestimmte Nahrungsmittel, Medikamente, Insektengifte oder Latex),
  • Erfassung nicht IgE-abhängiger allergischer Reaktionen und pseudoallergischer Reaktionen (z. B. nicht-steroidale antiinflam­matorische Medikamente),
  • Abklärung fraglicher Kreuzallergien, vor allem bei den Insektengiften (Hymenopteren).

Material:
frisches EDTA-Blut (2,7 ml) in separater roter „eilig“-Tüte

Taggleicher Laboreingang (Montag bis Freitag) bis 12:00 Uhr.

Eine telefonische Voranmeldung unter 030-82093-0 ist unbedingt erforderlich, damit die von Ihnen gewünschten Allergene bereit­gestellt werden können.

Hinweis: Patienten unter systemisch antiallergischer Therapie sollten mindestens 24 Std. vor der Blutentnahme keine Medikament, wie Corticosteroide oder Chromoglycinsäure einnehmen.

CD 63 - Der Aktivitätsmarker für Allergien und Pseudoallergien

Insektengifte (Hymenopterengifte)

  • Bienengift
  • Wespengift
  • Europäische Hornisse
  • Feldwespengift

Medikamente / Antibiotika

  • Penicillin G
  • Benzylpenicilloyl-Polylysin, PPL
  • Benzylpenicillin +-acid, MDM
  • Penicillin V
  • Cephalosporin C
  • Cefamandol
  • Cefazolin
  • Cefuroxim
  • Cefaclor
  • Ceftriaxon
  • Levofloxacin
  • Sulfamethoxazol
  • Trimethoprim
  • Tetracyclin
  • Ciprofloxacin
  • Ampicillin
  • Amoxicillin
  • Clarythromycin
  • Rifampicin

Lokalanästhetika

  • Articain
  • Bupivacain
  • Mepivacain
  • Lidocain

Muskelrelaxantien

  • Atracurium
  • Cisatracurium
  • Mivacurium
  • Pancuronium
  • Propofol
  • Rocuronium
  • Suxamethonium
  • Vecuronium

Schmerzmittel

  • Lys-Aspirin
  • Diclofenac
  • Ibuprofen
  • Indomethacin
  • Paracethamol
  • Mefenamin Säure
  • Phenylbutazon
  • Propyphenazon
  • Dipyron/Metamizol
  • Naproxen

Antiseptikum

  • Chlorhexidin

Darüber hinaus sind auf Nachfrage verschiedenste weitere Einzel- und Gruppenallergene aus den Bereichen

  • Medikamente,
  • Umweltallergene,
  • Inhalationsallergene und
  • Nahrungsmittel und Nahrungsmittelzusatzstoffe

verfügbar.

LaborInfo 111.2

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