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Lab 28 - Ausgabe März 2010


 

Sauberes Wasser

 

Mikrobiell verunreinigtes Wasser löst Epidemien und Infektionen aus. In früheren Zeiten waren Choleraepidemien auch in unseren Breiten keine Seltenheit.

Lab28 - Ausgabe März 2010

BWL und Medizin
Hämatologische Diagnostik
Labordiagnostik der Multiplen Sklerose (MS)
Typischer Befund bei MS
Altershypothyreose: Behandlungsindikation und TSH
Cystatin C im Serum - Biomarker d. Niereninsuffizienz
Sauberes Wasser
Polyurie - Differenzierung und Laboruntersuchungen
Kleine Fehler - Große Wirkung: Materialzuordnung
Aktuelle Aspekte zur uterinen Blutungsstörung
Steuertipp I/2010

Infektionen werden durch Trinken über den Magen-Darm-Trakt, Inhalation über den Respirationstrakt oder Kontakt über Wunden und Schleimhäute verursacht und nehmen je nach Konstitution und Abwehrkraft des Wirtsorganismus unterschiedlich große Ausmaße an. Daher ist besonders im Gesundheitsbereich die Bereitstellung von mikrobiologisch einwandfreiem Wasser von besonderer Bedeutung.

In Deutschland sind die Untersuchungen von Trinkwasser seit 2001 in der „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“ umfassend gesetzlich geregelt.

Zweck der Verordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen zu schützen, die sich aus verunreinigtem Trinkwasser ergeben.
Ziel ist es, dass der Verbraucher Wasser mit hoher Reinheit und Genusstauglichkeit erhält. Die Kontrolluntersuchungen der Wasserproben sind gesetzlich verankert.

Darüber hinaus sind die Probenahme, die notwendigen Untersuchungsverfahren und Grenzwerte für die einzelnen Untersuchungsparameter festgelegt. Bei Grenzwertüberschreitungen werden Handlungsanweisungen notwendig, die durch Behörden und Gesundheitsämter veranlasst werden.

Je nach Anwendung unterscheidet man weitere Wasserarten, z. B. Wasser aus Schwimm- und Badebecken oder Wasser aus medizinischen Geräten. Die Überprüfung dieser Wässer wird durch Normen (DIN) bzw. Richtlinien und Verordnungen des Robert Koch-Instituts (RKI) geregelt.

Zur mikrobiologischen Beurteilung von Wasser wird in der Regel die Gesamtkeimzahl bei zwei unterschiedlichen Bebrütungstemperaturen bestimmt.
Weiterhin geben der Nachweis von Indikatorkeimen, wie Enterobacteriaceae, E. coli oder Enterokokken Hinweise auf eine fäkale Verunreinigung, ebenso der Nachweis von Clostridium perfringens.

Pseudomonaden als anspruchslos im Wasser wachsende Bakterien weisen auf eine gehäufte Biofilmbildung in Rohrleitungen hin. Durch sie können Endstränge und angeschlossene Geräte kontaminiert werden, was besonderes im medizinischen Bereich zu Problemen führen kann.
Bei bekannten oder vermuteten Verunreinigungen mit anderen mikrobiellen oder parasitären Erregern können auch diese untersucht werden.

Eine besondere Bedeutung hat die Untersuchung von Legionellen in Warmwasseranlagen, da die Legionellose eine gefürchtete Indikationskrankheit ist und durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Besonders in medizinischen Einrichtungen ist eine Überwachungen der Anlagen auf diese Keime notwendig.

Unser Labor ist nach DIN EN ISO 17025:2005 akkreditiert und in die Landesliste der amtlich zugelassenen Laboratorien zur mikrobiologischen Untersuchung von Wasser eingetragen. Darüber hinaus besitzen drei Mitarbeiter unseres Hauses die amtliche Zulassung für eine akkreditierte Probenahme.

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