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Da inzwischen viele Patienten mit hämato-onkologischen Erkrankungen ambulant in Schwerpunktpraxen betreut werden, sind wir als betreuendes Labor aufgerufen, erforderliche labordiagnostische Methoden zeitnah vorzuhalten bzw. zu etablieren. Aus diesem Grunde haben wir unser labordiagnostisches Angebot in den letzten Jahren unter anderem auch für diesen Fachbereich erweitert. So ist bereits seit 2002 im Labor 28 die Immunphänotypisierung von B-Lymphozyten im peripheren Blut möglich. Da die Durchführung und Interpretation dieser Untersuchung viel Erfahrung erfordert, wurde damals die Methode zusammen mit einer langjährig erfahrenen externen Kollegin aufgebaut. Mit dieser Untersuchung ist es möglich, bei chronischen Lymphozytosen oder anderen auf ein B-Non-Hodgkin-Lymphom (B-NHL) hindeutenden Symptomen zu entscheiden, ob die im peripheren Blut zirkulierenden B-Lymphozyten monoklonal, also maligne oder z. B. reaktiv im Rahmen eines Infektes vermehrt sind. Darüber hinaus kann mit dieser Methode häufig die Lymphom-Entität (meist typische B-CLL) bestimmt werden. Nicht leukämisch verlaufende B-NHL werden nicht erfasst. Eine solche Untersuchung kann in verschiedenen Fällen auch aus Knochenmark sinnvoll sein - diese Methode wird in Kürze im Labor 28 etabliert sein. Ferner ist seit Ende 2006 eine zeitnahe zytologische Untersuchung von Knochenmark und ausgesuchten peripheren Blutproben durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Hämatologen möglich. Taggleich eingehendes Blut und/oder Knochenmark (bereits als Quetschpräparat oder in Röhrchen mit vorgelegtem EDTA) wird gefärbt (Zytochemie) und von Hämatologinnen und Hämatologen mikroskopisch beurteilt. Beide Angebote werden gut angenommen und von vielen Schwerpunktpraxen genutzt. Bei Fragen bezüglich dieser Diagnostik (Präanalytik, Anforderungsmodus, weitere Informationen) oder bei weiteren Anregungen Ihrerseits würden wir uns über eine Rückmeldung sehr freuen. Ansprechpartner:
Abbildung 1-4: |