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Auch wenn der Jahreswechsel nicht immer den Abstand und die erhoffte Ruhe verschafft, so bleibt doch die Zäsur, über das Erreichte und Unerreichte des vergangenen Jahres und das zu Erwartende des neuen Jahres nachzudenken. Ohne Frage hat das Team des Labors 28 eine sehr gute Leistung bei einem beachtlichen Qualitätsstandard erreichen können. Trotzdem müssen wir erkennen, dass bei einigen Prozessschritten im Unternehmen Optimierungsbedarf besteht. Die optimale Gestaltung des komplexen Probeneingangs inkl. Logistik, Datenerfassung, Verteilung ist eine herausragende Aufgabe, die allerdings durch noch unklare zukünftige Rahmenbedingungen erschwert wird. Da wahrscheinlich auch in den nächsten Monaten noch nicht klar ist, unter welchem Procedere die ab Oktober geplante Direktabrechnung der Laborgemeinschaften zu erfolgen hat, bleibt wenig Zeit, die Prozessschritte sinnvoll zu koordinieren. Ein umfangreiches Formularwesen sowie Anpassungen bei Hard- und Software sind unauffällig und ohne Störung der Routine zu managen. Die Qualität des Service wird durch eine permanente Datenerhebung erfasst. An den erkannten Schwachstellen wird gearbeitet, wobei im Team immer wieder die Frage beantwortet werden muss, welcher Service in welcher Differenzierung nachhaltig gewährleistet werden kann. Eine gute Servicestruktur muss in der Lage sein, sinnvolle individuelle Anforderungen zu berücksichtigen.
Wenn im Herbst die angekündigten Honorarabsenkungen und -änderungen greifen, gilt zwangsläufig auch im Labor eine konsequentere Kostenkontrolle. Unsere „Produktionskosten“ sind - wie aus dem Benchmark-Vergleich mit anderen Laboren ermittelt - auf einem betriebswirtschaftlich gesehen guten Level. Probleme bereiten aber die Logistik- und Servicekosten, die in einigen Fällen nicht in einem annehmbaren Verhältnis zum veranlassten Umsatz stehen. Als eine große Herausforderung betrachten wir jedoch im Labor, den kompetenten Einsatz der Möglichkeiten der Labormedizin im Sinne einer effektiven Patientenbehandlung zu fördern. Hierbei vertreten wir den wissenschaftlich differenzierten Ansatz und sehen Mengenausweitungen, die keine neue Erkenntnis fördern sowie medizinisch nicht abgesicherte Diagnostik, eher zurückhaltend. Interessant bleibt jedoch das Anforderungsverhalten vergleichbarer Praxen zu kommunizieren, um den Effekt einer sinnvollen Nutzung der Labordiagnostik zu verdeutlichen. Einzelne interessante Studien und Auswertungen zu diesem Thema haben wir in der Vergangenheit bereits mit einzelnen Einsendern bzw. Gruppen durchgeführt. Unter diesem Aspekt wurden im Labor 28 die abteilungsübergreifenden Arbeitsgruppen in Klausur geschickt, die motiviert und engagiert neue Lösungswege suchen. Wichtig ist bei der Arbeit das Feedback; wir haben im letzten Jahr viel Lob erfahren, aber auch manche Kritik - konstruktiv, berechtigt, überdenkenswert bis schwer verdaulich. Alles ist wichtig, um den Optimierungsprozess zu fördern. Wir danken für Ihr Vertrauen!
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