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Lab 28 - Ausgabe März 2008


Für Sie gelesen:

 

Subklinische Hypothyreose

 

Substitution mit Levothyroxin - Empfehlungen zum praktischen Vorgehen

Seit vielen Jahren wird kontrovers diskutiert, inwieweit es notwendig und klinisch relevant ist, eine subklinische Hypothyreose (TSH↑, FT4 n) mit Schilddrüsenhormonen zu behandeln.

Lab28 - Ausgabe März 2008

Auf ein Neues
Subklinische Hypothyreose
Exazerbation einer COPD
Irrfahrt eines Patienten
Gerinnungssprechstunde
Präoperative Gerinnungsdiagnostik
Fibrosierung bei Seniorensportlern
Fruktoseintoleranz und -malabsorbtion
Morbus Fabry
Arbeitskreis Blut Hepatitis-E-Virus
SPATZ - Förderverein der Kinderklinik
Kleine Fehler - große Auswirkung
Der Steuertipp - Neuerungen 2008

Eine subklinische Hypothyreose kann die subjektive Befindlichkeit beeinträchtigen, sich auf verschiedene Organsysteme auswirken und die Risikokonstellation des Patienten verschlechtern. Selbst eine milde Hypothyreose ist mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert.

Konsensus-Empfehlungen*:
Algorithmus zur Therapieindikation bei Erwachsenen**

  • Serum-TSH >10,0 mU/l:
    Indikation zur Substitution unabhängig von Symptomen/Risikofaktoren.
  • Serum-TSH 4,0-10,0 mU/l:
    Bei Symptomen bzw. Risikofaktoren: Indikation zur Substitution.
    Bei Fehlen von Symptomen/Risikofaktoren: zeitlich befristeter, kontrollierter Behandlungsversuch.
  • Serum-TSH 2,5-4,0 mU/l:
    Bei Symptomen bzw. Risikofaktoren: Indikation zur Substitution.
    Bei Fehlen von Symptomen/Risikofaktoren: keine Substitution.

Symptome/Befindlichkeitsstörungen:

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebsmangel
  • Gewichtszunahme
  • Depressive Verstimmtheit
  • Haut- und Haarveränderungen
  • Kognitive Funktionsstörungen und Gedächtnisstörungen
  • Schwellungen im Bereich der Augen
  • Obstipation

Begleitumstände, die ebenfalls ein Argument für eine Substitutionstherapie sind:

  • Zustand nach Radiojodtherapie
  • Zustand nach Schilddrüsenoperation
  • Positive TPO-Antikörper/Autoimmunthyreoiditis
  • Gravidität in Planung/unerfüllter Kinderwunsch
  • Schwangerschaft/Laktation
  • Nach externer Strahlenbehandlung der Halsregion

*Erarbeitet im Rahmen eines Experten-Roundtable-Gesprächs unter Teilnahme von Prof. Dr. Karl-Michael Derwahl (Berlin), PD Dr. Markus Luster (Würzburg), PD Dr. Beate Quadbeck (Düsseldorf) und Prof. Dr. Petra-Maria Schumm-Draeger (München).

**Bei Kindern, Jugendlichen und älteren Patienten müssen alterspezifische Besonderheiten beachtet und die Richtwerte u. U. adaptiert werden.

Quelle:
Sonderdruck-Internist 48, 9/07



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