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Unter Antiphospholipid-Antikörpern (APA) versteht man eine heterogene Gruppe von Antikörpern, die sich gegen Protein-Phospholipid-Komplexe richtet. Man unterscheidet dabei:
Klinische Relevanz Bei jungen Frauen werden sie als Ursache rezidivierender Aborte (Thrombosierung der Plazenta) gefunden. Wahrscheinlich liegt eine familiäre Disposition vor. Obwohl APA in vivo eher zu einer Thrombophilie (Antiphospholipid-Syndrom) führen, werden in vitro die Gerinnungszeiten verschiedener Phospholipid-abhängiger Gerinnungsteste paradoxerweise verlängert. Dies gilt insbesondere für die PTT, deren Verlängerung immer auch an das Vorliegen von LA denken lassen sollte. In seltenen Fällen kann auch die Prothrombinzeit (Quick) beeinflusst werden Diese Thromboplastine werden nur ausgesprochen selten von LA beeinflusst und sind deshalb in den meisten Fällen selbst bei Antikoagulation auf Grund eines Antiphospholipid-Syndroms zur Cumarin-Therapiekontrolle geeignet. Kommt es jedoch zur Störung, so werden ein zu niedriges Quick- und ein zu hohes INR-Ergebnis ermittelt. Deshalb wird im Labor 28 bei Kontrolle einer Cumarintherapie wie folgt vorgegangen Bestätigt sich das Ergebnis, so muss von einer Überdosierung des Cumarins ausgegangen werden. Findet sich dagegen eine deutliche Diskrepanz (z. B. 25% unter Verwendung von Thromborel S), so liegt der Verdacht auf ein LA vor! Es erfolgt die telefonische Mitteilung sowie ein Vermerk auf dem Befund. Das Lupus-Antikoagulans sollte durch entsprechende Folgeuntersuchungen bestätigt sowie ein passageres LA durch Verlaufskontrollen ausgeschlossen werden. Der Quick muss in einem solchen Fall, solange ein LA vorhanden ist, auch bei weiteren Kontrolluntersuchungen unter Hinweis auf den Vorbefund per Überweisungsschein mittels Thromborel S bestimmt werden. [nach oben] [zurück] [nächster Artikel] |