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DAR Labor28 - Gesundheit ist messbar
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Lab 28 - Ausgabe März 2006


 

Wunderheiler gesucht

 

Die Hochrechnung ist relativ simpel wie eindeutig: Die Ausgaben für das Gesundheitswesen werden sich bis 2020 ungefähr verdreifachen. Als Hauptverursacher gelten die demografische Entwicklung und der medizinische Fortschritt. Das Anzapfen einiger Einsparpotenziale wird keine grundsätzliche Änderung des Szenarios bewirken. Selbst wenn mit einer verklärten Sichtweise nur mit einer Verdoppelung kalkuliert wird, ist das Scheitern unseres Gesundheitswesens ohne grundsätzliche Neuorientierung absehbar.

Lab28 - Ausgabe März 2006

Wunderheiler gesucht
Parvovirus Infektion u. Schwangerschaft
Intaktes Proinsulin
Hypophysenadenomen
Lupus - Antikoagulanzien
Thrombophiliemarker PAI
Histamin - Intoleranz
Staphylococcus aureus
Antidepressiva - Antipsychotika
Neue Richtlinien zur Hämotherapie
Schilddrüsen- Chirurgie
Der Steuertipp: Änderungen 2006

Die jüngsten Informationen aus der politischen Gestaltungsecke lassen die Tendenz erkennen, dass mit kleineren Schritten versucht werden soll, die Lebensfähigkeit des Systems zu erhalten. Zwar verständlich, wenn die Schmerzen des Anpassungsprozesses moderat bleiben sollen - aber eben nicht ausreichend. Es wird keine schmerzfreie Heilung des Gesundheitsbereiches geben. Ohne wesentliche und grundsätzliche Eingriffe wird keine Lösung möglich werden. Es wird Akteure geben, die diesen Prozess nicht überleben werden und andere, die es zumindest besser als der Rest bewerkstelligen.

In dieser Erkenntnisphase der politischen Entscheidungsträger, die sich noch etliche Monate hinziehen kann, sollte jeder Akteur seine Chancen und Möglichkeiten zur guten Positionierung nutzen. Für unser Labor bedeutet dies, die internen und externen Abläufe zu überprüfen, permanente Kostenkontrolle aller Kostenarten zu gewährleisten, neue Ideen zu diskutieren und zu checken, den Serviceaufwand auf Zielgenauigkeit und Effektivität zu untersuchen und vieles mehr.

Arztbetreuung

Unser Team Arztbetreuung von links nach rechts:
Gabriela Hansen, Helga Viehoefer, Petra Rösgen,
Silke Hein, Christel Köhler, Natascha Girke, Jutta Kalinkus

Es bewirkt nichts, sich über die Situation, die zwangsläufig kommen wird, zu beklagen. Vielmehr gilt es, alle Möglichkeiten zu nutzen, die sich durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG), durch die Novellierung des Berufsrechts und durch technische Möglichkeiten ergeben können. Die Konzentration und Vernetzung im ambulanten und stationären Bereich wird an Dynamik zunehmen. Neue Ideen und Konzepte werden entstehen müssen, um ein auskömmliches Mitwirken im Gesundheitswesen der nächsten Jahre zu erreichen.

Auch in unserem Labor werden die Vorteile und Gestaltungsspielräume durch Umwandlung in ein MVZ geprüft. Anpassungen und Änderungen lassen sich überlegter lösen, wenn der Druck im System noch nicht kritisch ist.



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