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Lab 28 - Ausgabe März 2004


 

Kräfte sammeln

 

Die Wogen, die mit der Einführung des Gesundheits-Modernisierungs-Gesetzes (GMG) zum Jahresanfang heftig schlugen, sind noch nicht geglättet und auch die Praktikabilität als wichtige Voraussetzung zur effizienten Leistungserbringung ist noch nicht überall gewährleistet. Neben den etwas später geplanten Regelleistungsvolumina taucht am Sommerhorizont schon der neue EBM auf.

Lab28 - Ausgabe März 2004

Kräfte sammeln
Veranstaltungskalender
Homocystein, Folsäure und B-Vitamine
Cystatin C
Bestimmung von IgG-Antikörpern
Thrombophiliediagnostik in der Schwangerschaft
Labortipp: Arthralgien/Arthritis
Labordiagnostik der Endplatten-Erkrankungen
Vollblut und Plasmaviskosität
Gesundheitsämter überprüfen Sterilisatoren
Aktuelles zur Syphilis
Steuertipp: Änderungen zum Jahreswechsel

Bei allen Planungsunsicherheiten und auch berechtigter Aufregung ist es von Zeit zu Zeit notwendig, innezuhalten, und sein eigenes gestaltbares Umfeld kritisch zu betrachten. Fast egal unter welchen (kaum beeinflussbaren) Rahmenbedingungen die Leistungserbringung stattfindet - die Optimierung des Prozeßablaufs in der eigenen Praxis sichert einen relativen Vorteil.

Im Labor 28 wurde die innerbetriebliche Optimierungsoffensive der Human Ressources begonnen. Durch eine neue Betriebsvereinbarung wurde der Startschuss für ein leistungsbezogenes Entlohnungssystem gegeben. Im Focus der Gehaltsfindung werden z. B. Alter und Betriebszugehörigkeit ersetzt durch Leistungsbereitschaft, Qualität der Arbeit, Engagement etc. Bevor ein solches System „gelebt“ und fester Bestandeil der Unternehmenskultur werden kann, ist ein erheblicher Input notwendig. Das erreichbare Ziel jedoch, nämlich die Stärkung der Lösungskompetenz, der Motivation und Verantwortlichkeit im Team, hilft Reibungsverluste zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit des gesamten Labors zu steigern.

Die neuen Mitglieder unseres Ärzteteams von
links nach rechts:
Dr. med. Antje Hohmann da Silva,
Dr. med. Antje-Beate Molz, Andreas Warkenthin.

Einen weiteren wesentlichen Einschnitt stellt die derzeit schon zum Teil realisierte EDV-Aufrüstung dar. Im Detail gefürchtet, weil erfahrungsgemäß nicht alle Pannen vermeidbar sind, ermöglicht das neue System eine Reihe von Verbesserungen, die hauptsächlich bei der Qualität und dem Service zu Buche schlagen.

Ein ganz dicker Brocken wird der ebenfalls im Frühjahr geplante Ersatz der Großgeräte für die Klinische Chemie. Da mittlerweile jedoch der gesamte Ablaufprozeß vom Probeneingang bis zur Gerätebestückung für die Leistungsfähigkeit eines Labors von entscheidender Bedeutung ist, kann nicht nur einfach ein Rad ausgetauscht werden. Die optimale Einbindung der vor- und nachgelagerten Arbeitsschritte erfordert zusätzlich erheblichen Aufwand. Ein fein austarierter Einsatz von Verteiler-, Duplizierer- und Scanneinheiten ist unerlässlich, um Sicherheit, Schnelligkeit und Effizienz zu erreichen.

Trotz allem - sicher auch weil wir konstruktiv gestalten können - freuen wir uns auf diese große Herausforderung und hoffen, dass Frust und Verärgerung über Pannen die Ausnahme bleiben.



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