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Lab28 - Ausgabe März 2003


 

Nach der Reform ist vor der Reform

 

Ein Blick zurück: Mitte 1999 wurde die einschneidende Laborreform in Kraft gesetzt, die - fehlkalkuliert und völlig übersteuert - einen durchschnittlichen Umsatzeinbruch im Labor von 40 % bescherte. Sechs Monate später wurde diese Überregelung immerhin erkannt und zum Teil korrigiert. Mitte 2001 kam es allerdings wegen des wieder ansteigenden OIII-Volumens zu einer neuerlichen Absenkung.

Lab28 - Ausgabe März 2003

Nach der Reform ist vor der Reform
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In diesen von wirtschaftlichen und emotionalen Wechselbädern geprägten Zeiten hatten die Labors versucht, über die Analyse einzelner Entwicklungen mit Hilfe der KV kalkulierbare Rahmenbedingungen zu schaffen. Leider ist die Berliner KV in der Datenanalyse außerordentlich zurückhaltend, wenn die Belange einiger Interessengruppen berührt werden. Erinnert sei hier an den problematischen Beitrag im KV-Extra 3 über den Vergleich I/99 zu I/00 bei den Laborärzten. Einer dringenden Bitte und Aufforderung zur Detailanalyse entzog sich die Berliner KV kommentarlos.

Zumindest in einer Ausrichtung erfreulich war deshalb der Auftritt von Herrn Dr. Köhler, Chef der KBV-Honorarabteilung, in den letzten Dezembertagen 2002. Auf der Veranstaltung in Berlin wurde die Absicht bekräftigt, zukünftige Reformschritte im Labor auf Grund genauer Datenanalysen und Fakten zu konzipieren. Damit ist sicherlich keine uneingeschränkte Freude programmiert, zumal mit hoher Wahrscheinlichkeit insgesamt weniger Geld in den Labortopf fließen wird. Aber eine sauber erarbeitete - möglicherweise auch schmerzhafte - Entscheidung hat den Vorteil einer höheren Beständigkeit und besseren Kalkulierbarkeit für alle.

Die Bakteriologie von links nach rechts: Annette Meißner, Monika Schade,
Diana Blankenstein, Cathrin Schilasky, Elke Amuri, Bärbel Raab, Andrea Herzner,
Dr. Jörg Fuhrmann, Anett Riedner.

Die Analyse der Reform 99 sowie der durchgeführten Korrekturschritte hat eindeutig ergeben, dass die Mengendynamik ausschließlich im Bereich des Eigenlabors und der Selbstzuweisung stattgefunden hat. Sie hat dort in einem Maße zugenommen wie sie im Bereich des Überweisungslabors gebremst wurde. Logischerweise sollen mit den jetzt diskutierten Reformansätzen Möglichkeiten und Anreize für Eigenlabor/Selbstzuweisung deutlich eingeschränkt werden. Mittlerweile hat die Gruppe der Nicht-Laborärzte bald die Hälfte der gesamten OIII-Laborleistung abgerechnet. In dieser Analyse konsequent wäre dann auch die angedachte Abschaffung der Institution Laborgemeinschaft, von der man sich einen dämpfenden Mengeneffekt verspricht.

Über Entscheidungen, Konsequenzen und Maßnahmen werden wir Sie rechtzeitig informieren.
Qualität und Service werden weiterhin die Philosophie des Labors 28 bestimmen.


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