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Lab28 - Ausgabe März 2003


 

Hashimoto-Thyreoiditis und Schwangerschaft

 

Die häufigste Form der Thyreoiditis mit einer Prävalenz von 7-10% ist die chronisch-lymphozytäre Hashimoto-Thyreoiditis. Die T-Zell- und Antikörper-vermittelte Autoimmunerkrankung (TPO-AK und Thyreoglobulin-AK) mit familiärer Disposition und HLA-Assoziation betrifft deutlich häufiger Frauen.

Lab28 - Ausgabe März 2003

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Zusätzliche Risikofaktoren sind das Bestehen anderer Autoimmunerkrankungen (7-40% aller Typ I-Diabetiker erkranken an einer Hashimoto-Thyreoiditis). Euthyreote Patientinnen mit positivem TPO-AK-Nachweis haben ein hohes Risiko, mit zunehmender Erkrankungsdauer eine thyroxinpflichtige Hypothyreose zu entwickeln (in der Schwangerschaft in ca 50% !). Ebenso besteht ein signifikant erhöhtes Spontanabortrisiko. 15% der Schwangeren mit einem Gestationsdiabetes weisen eine Hashimoto-Thyreoiditis auf.

Der gesteigerte Hormonbedarf bereits im ersten Trimenon ist durch die östrogeninduzierte vermehrte Synthese von Thyreoglobulin in der Leber bedingt, dies ist in deutlich geringerem Ausmaß auch auf gesunde Schwangere zutreffend.

Unter Substitution sollte TSH im unteren Referenzbereich liegen. Postpartal ist der Hormonbedarf rasch rückläufig, eine Dosisreduktion bzw. Therapieende erforderlich. Allerdings entwickeln ca 40-50% der euthyreoten Patientinnen mit TPO-Antikörpern eine transiente post-Partum-Thyreoiditis.

Die Bestimmung von TPO-AK bei Schwangeren mit Typ I-Diabetes, positiver Familienanamnese oder bestehenden Autoimmunerkrankungen wird empfohlen.


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