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Lab28 - Ausgabe März 2003


 

Steckbrief E.coli - EHC

 

Lab28 - Ausgabe März 2003

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Escherichia coli ist ein wichtiger Kommensale des Dickdarms von Mensch und Tier. Die meisten Stämme sind apathogen. Daneben existieren aber auch E.coli-Varianten mit pathogenen Eigenschaften. Diese E.coli bilden Toxine, die sich an spezielle Zellwandrezeptoren, vor allem im kapillären Endothel der Darmwand binden, die Proteinsynthese blockieren und zum schnellen Zelltod des Gewebes führen

Neben Salmonellen und Campylobacter gehören pathogene E.coli-Bakterien zu den am häufigsten durch Lebensmittel übertragenen Durchfallerregern. Das wichtigste diagnostische Merkmal der Pathogenität ist die Bildung von Shigatoxinen. Darüber hinaus existieren bei vielen Stämmen noch zusätzlich Virulenzplasmide.
Bei der Labordiagnostik findet ein Verotoxinnachweis mit Erregerisolierung statt. Positive Ergebnisse werden anschließend durch Nachweis von Virulenzfaktoren bestätigt. Diese Art der Diagnostik ersetzt zunehmend die bis dahin durchgeführte serologischeTypisierung z.B. in die Serovare O157, O26 oder O103 etc.

Eine gezielte Untersuchung auf EHEC soll in folgenden Situationen durchgeführt werden:
Durchfällige Stühle bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr; blutig wässrige Stühle; hämorragische Kolitis; Gastroenteritis in Gemeinschaftseinrichtungen bzw. Wohngemeinschaften und bei Kontaktpersonen mit nachgewiesenem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) - der schwersten klinischen EHEC-Komplikation.

Eine antibakterielle Therapie ist nicht angezeigt, da sie die Bakterienausscheidung verlängern und zur Stimulierung der Toxinbildung führen kann. Eine Behandlung erfolgt rein symptomatisch.Übertragungen von Bakterien erkrankter Personen im Rahmen einer fäkal-oralen Schmierinfektion müssen durch Händedesinfektion und entsprechende hygienische Maßnahmen verhindert werden.

Es besteht Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz.



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