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Körperliche Leistungen verändern das rote Blutbild im Sinne einer präanalytischen Einflußgröße Zu den bedeutsamen präanalytischen Einflußgrößen, durch die das rote Blutbild verändert werden kann, gehört körperliche Aktivität. Bei der Beschreibung dieser Einflußgröße erscheint es zweckmäßig, zwischen Das Blutvolumen (BV) besteht im wesentlichen aus der Summe von Erythrozytenvolumen (EV) und Plasmavolumen (PV). Beide Anteile können sich unabhängig voneinander durch verschiedenartige Einflüsse verändern. Bei körperlicher Aktivität kommt es zu einer Erhöhung des Kapillardruckes und der Kapillaroberfläche und damit zu einer Filtration von Flüssigkeit in das Interstitium, bis ein neues Gleichgewicht erreicht ist. Dadurch kommt es zu einer Hämokonzentration. Nach einer langdauernden körperlichen Leistung kommt es zu einer Umkehrung der Verhältnisse, wodurch die Flüssigkeitsaufnahme in den Intravasalraum überwiegt und eine Hämodilution resultiert. Es besteht weitgehend Übereinstimmung in der Literatur, dass zumindest Ausdauertraining zu einer Erhöhung des BV im Ruhezustand führt. Bei Ausdauertrainierten ist dabei das PV im Vergleich zum EV überproportional vergrößert. Die Folge ist eine Hämodilution, sichtbar an einem niedrigeren Hämatokritwert. Bei den Veränderungen der verschiedenen Blutbestandteile ist immer das Ausmaß der jeweiligen Hämokonzentration bzw. Hämodilution zu berücksichtigen. Chronische Veränderungen des roten Blutbildes hängen weitgehend davon ab, welcher der beiden Blutvolumenanteile (EV, PV) wie stark verändert wird. Die trainingsbedingte BV-Zunahme ist vor allem durch eine überproportionale Vergrößerung des PV bedingt. Hieraus folgt, dass besonders beim Ausdauertrainierten eine Verdünnung des Blutes besteht. So wurden bei Trainierten subnormale Werte des roten Blutbildes gefunden. [nach oben] [zurück] [nächster Artikel] |