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Antibiotikaresistenz bei Erregern von ambulant erworbenen Atemwegsifektionen in DeutschlandErgebnisse des Alexanderprojektes1 Bei diesem Projekt handelt es sich um eine weltweite Multicenterstudie, die die Resistenz von Erregern ambulant erworbener Atemwegsinfektionen seit 1992 erfasst. In der referierten Arbeit werden die für Deutschland relevanten Ergebnisse des Jahres 1999 im Vergleich zu den übrigen europäischen Teilnehmern dargestellt. 10 bis 20% der deutschen Bevölkerung leiden an chronischen Atemwegsinfekten. Pro Jahr ist mit ca. 350.000 bis 500.000 ambulant erworbenen Pneumonien zu rechnen (Gesundheitsbericht des Jahres 1988 für Deutschland). Die Antibiotikatherapie erfolgt hierbei meist kalkuliert, so dass die Kenntnis der aktuellen Resistenzsituation sehr wichtig ist. Es wurden folgende für die genannten Krankheitsbilder relevanten Erreger untersucht: Haemophilus influencae, Streptococcus pneumoniae und Moraxella catarrhalis. H. influencae: ca. 10% sind gegenüber Ampicillin/Amoxicillin resistent (Europa 12%). Streptococcus pneumoniae: 3.9 % sind nicht mehr voll sensibel gegen Penicillin (Europa 16,9%). Makrolide sind in 7,8% unwirksam, wobei keine Unterschiede zwischen den einzelnen Substanzklassen bestehen (Europa 19,7%). Co-trimoxazol und Doxycyclin zeigen Resistenzraten von 10 bis11% (ca. 20% in Europa). Die Situation bezüglich der Cephalosporine entspricht in Deutschland der von H. influencae (Cefachlor z. B. 5% resistent, Europa dagegen 20%!). Moraxella catarrhalis: Zeigt in 80% eine Penicilliase bedingte Ampicillinresistenz (Europa 87%). Diese Resistenz wird ähnlich wie bei H. influencae durch Kombination mit ß-Lactamase-Inhibitoren wie Clavulansäure vollständig aufgehoben. Auch Cephalosporine sind hier gut wirksam. In diesem Zusammenhang sei hingewiesen auf die im gleichen Heft erschienenen Empfehlungen einer Expertenkommission der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie: PEG-Empfehlungen im Internet: http://www.wissenschaftliche-verlagsgesellschaft.de/CTJ 1 Heinz Grimm et al.: Chemotherapie Journal Nr. 2 Band 11, April 2002, S. 71-82; Zeitschrift der Paul-Ehrlich- Gesellschaft für Chemotherapie e. V.
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