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Diagnostik der Zoeliakie/Sprue
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Stellenwert der Antikörper gegen die Transglutaminase
in der Diagnostik der Zoeliakie/Sprue
Die Zoeliakie/Sprue ist eine relativ weit verbreitete chronische Erkrankung, die durch eine Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber des in vielen Getreidearten enthaltenen Glutens hervorgerufen wird.
Kinder mit Zoeliakie fallen vor allem in den ersten Lebensjahren durch Wachstumsstörungen, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Diarrhoe und Fettstuhl auf.
Erwachsene leiden häufig an rezidivierenden Durchfällen, allgemeiner Schwäche, Gewichtsverlust, Knochenschmerzen oder sind nur durch einen Eisenmangel auffällig (sog. latente Sprue). Die Dermatitis herpetiformis stellt eine spezielle Manifestation der Gluten induzierten Erkrankung dar.
Besondere Risikogruppen für die Entwicklung einer Zoeliakie/Sprue sind Verwandte ersten Grades von Zoeliakiepatienten, Typ I-Diabetiker, Patienten mit Sjögren- oder Downsyndrom sowie Patienten mit selektivem IgA-Mangel.
Die Diagnostik beruht auf dem Nachweis von Antikörpern gegen Gliadin und Endomysium. Inzwischen ist die gewebsspezifische Transglutaminase als verantwortliches endomysiales Antigen entdeckt worden. Die Übereinstimmung des Nachweises von Ak gegen Endomysium und Transglutaminase beträgt bezogen auf Sensitivität und Spezifität 100 %. Zur Diagnostik der Zoeliakie/Sprue sind deshalb neben den Gliadinantikörpern entweder Ak gegen Endomysium oder Ak gegen Transglutaminase erforderlich (Antikörper gegen Retikulin, die früher ebenfalls im Rahmen dieser Diagnostik empfohlen wurden, entsprechen den Endomysium-Ak und spielen heute gesondert keine Rolle mehr).
Es werden vorwiegend Antikörper der Immunglobulinklasse IgA gebildet. Da die Zoeliakie/Sprue jedoch mit dem selektiven IgA-Mangel assoziiert sein kann, sollten auch IgG-Antikörper bestimmt werden.
Die diagnostische Sensitivität und Spezifität der Ak gegen Endomysium bzw. Transglutaminase ist nahezu 100 %. Gliadin-Ak können auch bei Gesunden gefunden werden, so dass beim isolierten Nachweis von Gliadin-Ak weiterhin eine Darmdiopsie erforderlich ist.
Literatur:
Caspary et. al. (1999) Deutsches Ärzteblatt 96
Sasdy M. et. al. (1999) Clinical Chemnistry 45
Dietrich et. al. (1998) Gastroenterology 115
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