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Staphylococcus aureus - MRSA
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Staphylococcus aureus ist einer der meist isolierten Krankheitserreger aus klinischem Untersuchungsmaterial. Dringt der Erreger in den Körper ein, können eitrige Entzündungen oder schwerwiegende Infektionen verursacht werden. Als Erreger nosokomialer Infektionen besitzt S.aureus eine zunehmende Bedeutung.
Zur Therapie oberflächlicher S.aureus-Infektionen genügen häufig lokale Massnahmen, wie Anwendung desinfizierender Lösungen oder Salben. Zur systemischen Therapie tiefer oder sehr ausgedehnter Staphylokokken-Infektionen stehen im allgemeinen Methicillin bzw. Oxacillin-Antibiotika zur Verfügung.
Bei S. aureus ist seit etwa 15 Jahren eine steigende Anzahl von Isolaten zu beobachten, die über Resistenzen gegenüber Methicillin ( Oxacillin ) und dessen Derivate verfügen. Die sogenannten MRSA ( Methicillin resistente S. aureus ) bilden durch die Schwierigkeit ihrer Therapie einen signifikanten Risikofaktor für die betroffenen Patienten.
Auch Koagulase-negative Staphylokokken, die in Zusammenhang mit invasiven Behandlungstechniken ( Herzklappenersatz, Dauerkatheter, Shunts, etc.) von grosser Bedeutung sind, zeigen zunehmende Resistenzen gegenüber Methicillin.
Die Methicillin (Oxacillin )-Resistenz von Staphylokokken wird durch das Penicillin-Bindeprotein PBP2 vermittelt, welches durch das chromosomale mecA-Gen codiert wird und nur eine geringe Affinität gegenüber ß-Lactam-Antibiotika aufweist. Die Sequenz des mecA-Gens ist in allen Oxacillin-resistenten Stämmen von S.aureus (MRSA) und Koagulase-negativen Staphylokokken ( CNS ) hochkonserviert.
In der Diagnostik sind Abstriche der Haut, Eiter oder Gewebeproben sowie Blut, Liquor oder Urinkulturen zu untersuchen. Nasen- oder Rachenabstriche dürfen bei der Suche nach Infektionsquellen nicht vergessen werden.
Zur üblichen bakteriologischen S. aureus Diagnostik gehört stets eine Resistenzbestimmung, damit resistente Stämme erkannt werden können. Referenzmethode für den Nachweis resistenter Staphylokokken ist die Bestimmung des mecA-Gens mittels PCR.
MRSA-Infektionen sind bei immungeschwächten Krankenhauspatienten und bei älteren abwehrschwachen Patienten gefürchtet, da sie schwere, nicht behandelbare Infektionen verursachen. Die Übertragung von MRSA geschieht fast immer durch Körperkontakt, z.B. über die Hände.
Es ist daher ein strenges Hygienemanagement sowohl in Krankenhäusern mit Intensivstationen als auch in Rehakliniken, Altenheimen und niedergelassenen Praxen von Nöten, um die Verbreitung von MRSA zu verhindern.
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