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Nachweis von Herpes-simplex-Virus durch die PCR
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Infektionen durch Herpes-simplex-Viren ( HSV-1 und HSV-2 ) sind weltweit verbreitet.
Die Durchseuchung mit HSV-1 beginnt bereits im Kindesalter und erreicht bei Erwachsenen Werte von 80-95%. Die Durchseuchung mit HSV-2 setzt während der Pubertät ein. Etwa 30% der Erwachsenen weisen Antikörper gegen HSV-2 auf.
Eine vorausgegangene HSV-1-Infektion bietet keinen Schutz vor einer HSV-2-Infektion und umgekehrt.
Zu den durch HSV-1 und HSV-2 ausgelösten Primärinfektionen zählen die Gingivostomatitis, die Vulvovaginitis, das Ekzema herpeticum, die Keratokonjunktivitis, die Meningoenzephalitis und das Herpes neonatorum.
Etwa 90% der Primärinfektionen verlaufen asyptomatisch.
Typische Eigenschaft aller Herpesviren ist ihre Fähigkeit zur Persistenz und damit einer möglichen Reaktivierung.
Die häufigsten Reaktivierungsformen sind:
- Herpesbläschen an den Haut-Schleimhaut-Übergangsstellen
- Herpeskeratitis ( Hornhauttrübungen )
- Herpes-Meningitis
- Polyneuritis ( Guillain-Barre-Syndrom )
Aus Abstrichmaterialien und/ oder Bläscheninhalt lässt sich das Virus anzüchten oder über eine Antigenuntersuchung mittels Immunfluoreszenz nachweisen.
Gegenüber der Virusanzucht ist der Nachweis von viraler DNA mit Hilfe der sensitiven und hochspezifischen PCR in relativ kurzer Zeit möglich.
Für den Nukleinsäurenachweis durch die PCR ist folgendes Untersuchungsmaterial geeignet:
- Bläscheninhalt
- Abstriche von Hautläsionen
- Liquor
- Abstriche vom Auge
- Tränenflüssigkeit
- Abschabematerial
Die Abstriche sind mit einem trockenen Tupfer ohne Transportmedium zu gewinnen.
Bläscheninhalt ohne Zusätze von Heparin oder Transportmedium einsenden.
Liquor sollte im sterilen Röhrchen aufgefangen werden.
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