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Lab 28 - Ausgabe März 2000


 

Ende der Talfahrt?

 

Das erste Abrechnungsquartal nach der zum Juli ’99 in Kraft getretenen Laborreform schlug mit einer ca. 40 %igen Mengenreduktion ein wie eine Bombe. Die angestrebte Größenordnung von 15 % war damit weit überschritten. Trotz des Wissens um Korrekturbedarf aus medizinischen, rechtlichen und auch ökonomischen Gründen wurde ein kurzfristiges Reagieren verworfen, da von einer gewissen Selbstkorrektur im folgenden Quartal ausgegangen wurde.

Lab28 - Ausgabe März 2000

Ende der Talfahrt?
Screening auf APC-Resistenz/Faktor V-Mutation
Thymidinkinase (TK) als Tumormarker
HIV-viral load
Pränatale Diagnostik
IGeL - Individuelle Gesundheitsleistungen
Steuertipp: Der Schuldzinsenabzug

Die Daten des vierten Quartals ’99 liegen nunmehr vor und zeigen in der Summe keinerlei Anzeichen einer Pendelbewegung nach der erfolgten Vollbremsung. Eine Normalisierung auf dem angestrebten Niveau ist ohne Korrektur nicht mehr zu erwarten.

Analysiert man das Einsendeverhalten,so teilen sich die Einsender in drei größere Blöcke auf: Der kleinste Anteil fällt auf die Gruppe mit kaum geänderten Beauftragungen, egal ob das eigene Praxisbudget über- oder unterschritten wird. Mit immerhin einer beachtlichen Größe sind die Einsender auffällig, die ihre Überweisungen soweit reduziert haben, dass sie deutlich unter ihren individuellen Budgetgrenzen liegen. Am größten scheint die Gruppe der Einsender zu sein, die versucht, die bisherigen Anforderungen auf das Niveau ihres Budgets zu reduzieren. Bei Fragen oder Unsicherheiten bezüglich des Praxisbudgets steht unsere Arztbetreuung gerne zur Verfügung!

Unser Empfang im März 2000. Von links nach rechts:
Frau Rygielska, Frau Walter,Frau Fechner,
Frau Weidner, Frau Kessler

Zwischenzeitlich ist die Einsicht gewachsen, Korrekturmaßnahmen durchzuführen, weil sich in dem jetzigen Mechanismus Anforderungsweisen etabliert haben, die z. T. gesetzliche, haftungsrechtliche und gute fachärztliche Normen ignorieren. Hilfreich könnte in diesem Zusammenhang auch sein, KV-seitig Leitlinien für Anforderungen aufzustellen, um den Zielkorridor für medizinisch sinnvolle und wirtschaftlich notwendige Diagnostik zu erreichen. Auch sei an dieser Stelle bemerkt, dass Leistungsumfang und Service unseres Hauses bei dieser überregulierten Honorar- und Mengensituation auf Dauer nicht haltbar sind.

Weiterer Klärungsbedarf besteht auch noch im Laborgemeinschaftsbereich. Das ursprünglich angedachte Konzept einer Direktzahlung durch die KVen scheint wieder vom Tisch zu sein. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit ist nur zu hoffen, dass Änderungen professionell konzipiert und in wesentlichen Punkten auf Praktikabilität und Effizienz im Vorfeld geprüft werden. Zu viel Geld wurde in der Vergangenheit durch nicht zu Ende gedachte Umstellungen verpulvert, die dann kurzfristig nochmals nachgebessert werden mußten.

Nachdem wir in der letzten Ausgabe unser neues Domizil abgebildet hatten, werden wir in Folge nunmehr einige Personen und Abteilungen vorstellen, mit denen Sie wahrscheinlich häufiger Kontakt haben. Wir starten mit dem Empfang/Telefonzentrale.



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