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Lab 28 - Ausgabe März 2000


 

Screening auf APC-Resistenz/Faktor V-Mutation

 

Sollte ein generelles Screening auf APC-Resistenz/Faktor V-Mutation vor bzw. bei Einnahme von Kontrazeptiva erfolgen?

Lab28 - Ausgabe März 2000

Ende der Talfahrt?
Screening auf APC-Resistenz/Faktor V-Mutation
Thymidinkinase (TK) als Tumormarker
HIV-viral load
Pränatale Diagnostik
IGeL - Individuelle Gesundheitsleistungen
Steuertipp: Der Schuldzinsenabzug

Die Frage ob vor bzw. bei Einnahme der „Pille“ grundsätzlich ein Screening auf APC -Resistenz/Faktor V-Mutation durchgeführt werden sollte, wird nicht zuletzt auf Grund wirtschaftlicher Aspekte kontrovers diskutiert. Bei bereits vorliegender positiver Familienanamnese für Thrombosen ist sie in jedem Fall notwendig.

In Kombination mit oralen Kontrazeptiva steigt das Thromboserisiko bei Vorliegen einer heterozygoten Faktor V-Mutation auf das 30fache, bei einer homozygoten Faktor V-Mutation sogar auf mehr als das 200fache (s. Tabelle). Bei Nachweis einer thrombophilen Gerinnungsstörung sollte von der Einnahme der „Pille“ abgeraten werden.

Bei mehr als 40 % der Thrombosepatienten liegt eine angeborene Thromboseneigung vor, wobei die APC-Resistenz/Faktor V-Mutation die häufigste ist.

In absteigender Häufigkeit folgt die Faktor II-Mutation, der Protein S- und Protein C-Mangel sowie der AT III-Mangel.

Thromboserisiko unter oraler Kontrazeption (Risikomultiplikation)

Orale Kontrazeption

ja

nein

ja

nein

ja

nein

Faktor V-Leiden

-

-

heterozygot

homozygot

Thromboserisiko

4

1

30

7

>200

80



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