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Lab 28 - Ausgabe Juli 2009


 

Innovationstreiber

 

Der Eingriff in gewohnte Ablaufstrukturen hat allen Laboratorien erhebliche Probleme und sehr viel Ärger beschert. War das letzte Halbjahr 2008 von nachhaltigen und aufwändigen Eingriffen in die Organisation gekennzeichnet, so ergaben sich im ersten Halbjahr 2009 deutlich spürbare Honorareinschnitte. Hinzu kommt ein stetiger Anstieg der Erwartungshaltung beim Einsenderservice. Das Labor muss Antworten auf die neuen Herausforderungen finden.

Lab28 - Ausgabe Juli 2009

Innovationstreiber
Thromboplastinzeit (aPTT)
Bienen- und Wespengiftallergie
Orale Antikoagulation (oAK)
Faktor XII-Mangel
Antitrypsin-Mangel
Hyponatriämie
Steckbrief: Helicobacter pylori
Das Hygieneteam informiert
Laboruntersuchungen in Ihrer Praxis
Kleine Fehler – große Wirkung
Darmzentrum am St. Joseph-KH
Steuertipp: Erbschaft u. Schenkung

Für die Ausweitung der Pflichtangaben, die Umstellung der Laborgemeinschafts-Organisation sowie für stringentere Regularien bei den Anforderungen mussten vom Labor Antworten gefunden werden, die zwangsläufig nicht zu einer Vereinfachung der Schnittstelle Praxis – Labor geführt haben. Obendrein erschwert wurde der Veränderungsprozess durch fehlende oder unausgereifte Ausführungsrichtlinien und nicht rechtzeitig einsatzfähige Lösungen bei den Systemhäusern etc. Mittlerweile ist ein gutes Stück Normalität wieder eingekehrt, erreicht durch Aufstockung der Mitarbeiter sowie durch engagierten Einsatz und Kreativität des Teams.

Die Problematik durch deutliche Kostensteigerungen im Personalbereich  wird durch erhebliche Honorareinbußen besonders unangenehm verstärkt. Der weitgehende Wegfall der Transportkostenpauschale, die neuerliche Herabsetzung der laborärztlichen Honorierung, die Begrenzung und Absenkung diverser Höchstgrenzen und Einzelvergütungen führen im GKV-Bereich zu einer Umsatzreduzierung von ca. 15 %, der keinerlei sonstige Kostenersparnis entgegen steht. Darüber hinaus werden zusätzliche Investitionen erforderlich, um Abläufe sicherer zu gestalten.

Eine steigende Erwartungshaltung beim Einsenderservice kann nicht mehr händisch beherrscht werden. Die Komplexität im Labor hat mittlerweile ein Maß erreicht, das zwingend durch immer intelligentere Tools der Informationstechnologie gestützt werden muss. Eine gute Möglichkeit bietet u. a. das EDV-gestützte Anforderungsmanagement. Die ersten Probeinstallationen in den Praxen sind mühsam, aber letztlich erfolgreich verlaufen, so dass  in Kürze weitere Praxen teilnehmen werden. Dieser im Prinzip überfällige Weg der zeitgemäßen Kommunikation zwischen Praxis und Labor wird die Qualität  erheblich steigern und gleichzeitig Komfort und Effizienz  beflügeln. Der Schlüssel zum Erfolg werden klarere und normierte Organisationsformen auch in der Praxis sein, die erst mühevoll aber letztlich effektiv die Arbeit unterstützen. Labor 28 wird für diesen Job in den Praxen eine Task Force bereitstellen.

Zwangsläufig üben Aufwandserhöhungen und damit Kostensteigerungen bei Honorarreduzierungen  einen erhöhten Druck auf mögliche Synergien aus. Somit werden weitere Konzentrationsprozesse im Labor unausweichlich sein. Der Standort Mecklenburgische Straße wird sich vergrößern, um weitere Laboratorien zu integrieren. Die Realisierung ist für Mitte 2011 geplant – genug Zeit, um Ablaufprozesse und IT-Strukturen optimal zu realisieren. Insofern hat jede Krise etwas Gutes: die Herausforderung, besser zu werden. Unser Team stellt sich dieser Aufgabe!

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