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Einflussgrößen der TSH-Konzentration
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Unabhängig vom Analyseverfahren gibt es zahlreiche Einflussgrößen, welche in vivo Veränderungen des TSH-Spiegels verursachen können (1). Bei auffälligen Werten sollten diese in Betracht gezogen werden.
TSH wird pulsatil sezerniert und hat zusätzlich eine zirkadiane Rhythmik mit etwas höheren Werten in der Nacht (20:00 - 02:00 Uhr), Minimalkonzentration zwischen 07:00 und 13:00 Uhr. Jedoch beträgt die Amplitude nur ca. 5-15 % vom Tagesmittelwert (2).
Erniedrigung
- Alter
- Fasten
- Mangelernährung
- Anorexia nervosa
- Schwere nichtthyreoidale Allgemeinerkrankungen
- Depression
- Interferenz mit hCG
- Hyperkaliämie
- Hyperkortisolismus
- Medikamente:
- Schilddrüsenhormone, Glukokorticoide, Dopaminagonisten,
Katecholamine, Somatostatin
Chronische Gabe von hochdosiertem Jod (> 0.5 mg/d), Amiodarontherapie
Erhöhung
- Schlafentzug
- Umweltfaktoren: Kälte, große Höhen
- Erholungsphase nach schwerer Erkrankung
- HIV-Infektion
- Hypokortisolismus, Nebennierenrindeninsuffizienz
- Schilddrüsenhormonresistenz
- Polymorphismen des TSH-Rezeptors oder der Dejodasen
- Hypokalzämie
- Medikamente:
Überdosierung von Thyreostatika, Akute Gabe von hochdosiertem Jod (> 1mg/d), Amiodarontherapie, Östrogene, Dopaminantagonisten (Metoclopramid, Domperidon, Sulpirid), Psychopharmaka (Lithium, Modulatoren des Dopaminsystems), Anti-Maus-IgG-Antikörper gegen TSH im Serum
Literatur:
- Brabant et al, Dtsch Arztebl 2006; 103(31-32): A 2110-15.
- Guder et al, Probe zwischen Patient und Labor, GIT Verlag, 1999
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