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Lab 28 - Ausgabe Juli 2008


 

Hypersensitivitäts-Pneumonitis/exogen-allergische Alveolitis

 

Die Hypersensitivitäts-Pneumonitis (= exogen-allergische Alveolitis) kann mit Fieber, Schüttelfrost, Husten, Dyspnoe und Gewichtsverlust auftreten. Sie ist auf eine Immunisierung gegen tierische (Vögel) oder mikrobielle (Pilze, Bakterien) Antigene durch Inhalation zurückzuführen.

Lab28 - Ausgabe Juli 2008

Umbau ohne Ende
Formularanpassung zum 1. Juli 2008
MRSA in der ambulanten Versorgung
Glucose zwischen 100 und 109 mg/l
Einflussgrößen der TSH-Konzentration
Das Adrenogenitale Syndrom (AGS)
HEP-Test
Hypersensitivitäts-Pneumonitis
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Shuntmanagement
Juckreiz bei inneren Krankheiten
Steuertipp: Änderungen für Freiberufler

Neben der Vogelhalter- oder Farmer-Lunge sind Befeuchter- oder Maschinenarbeiter-Lungen bekannt (1). Es handelt sich mit einer Inzidenz von etwa 1 auf 100.000 um eine relativ seltene Erkrankung, wobei die Anzahl der Neuerkrankungen zunehmend ist (4).

Zur Diagnostik dieser restriktiven Funktionsstörungen mit Diffusionseinschränkung zählen die Anamnese mit Symptombeginn 4-6 h nach Antigen-Reexposition, der Nachweis spezifischer Antikörper vom IgG-Typ („präzipitierende Antikörper“), das hochauflösende CT und gegebenenfalls die Untersuchung einer bronchoalveolären Lavage mit histologischer Beurteilung einer Lungenbiopsie (1), (2).

Differenzialdiagnostisch kommen bei chronisch-fieberhaften Lungenerkrankungen neben der Hypersensitivitäts-Pneumonitis u. a. Wegenersche Granulomatose, Sarkoidose, Tuberkulose und andere Infektionserkrankungen, Bronchialkarzinom sowie Nebenwirkungen bestehender Medikationen (Antihypertensiva) infrage.

Die Bezeichnung „präzipitierende Antikörper“ leitet sich von der früher verwendeten Nachweismethode mit Antigen-Antikörperkomplexen im Gel ab. Heute erfolgt die Diagnostik in einem ELISA-ähnlichen immunologischen Farbtest, der eine höhere Sensitivität und Spezifität hat.

Ein positiver Antikörper-Befund beweist die Spezifität, nicht aber die Diagnose. Gering erhöhte präzipitierende Antikörper können auch bei gesunden Personen nach Antigenexposition gefunden werden und haben nur bei weiteren, für die Diagnose typischen Befunden eine Relevanz.1 Ausgeprägte Antikörpertiter hingegen sind für eine Hypersensitivitäts-Pneumonitis verdächtig. Therapie der Wahl ist die Antigen-Vermeidung, ggf. ergänzt durch systemische Steroide (1).

Obgleich ein breites Spektrum von über 200 Allergenen eine Hypersensitivitäts-Pneumonitis verursachen kann, sind die meisten Fälle auf Vögel wie Tauben, Papageien und Wellensittiche, kontaminierte Luftbefeuchter oder Pilzbefall von Gebäuden zurückzuführen (3).

Literatur:

  1. Kurup VP, Zacharisen MC, Fink JN. Hypersensitivity pneumonitis. Indian J Chest Dis Allied Sci 2006;48(2):115-128
  2. Mohr LC. Hypersensitivity pneumonitis. Curr Opin Pulm Med 2004;10(5):401-411
  3. Patel AM, Ryu JH, Reed CE. Hypersensitivity pneumonitis: current concepts and future questions. J Allergy Clin Immunol 2001;108(5):661-670
  4. Sennekamp J, Joest M. Exogen-allergische Alveolitis--neue Erkenntnisse. Pneumologie 2008;62(1):51-54



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