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Mütterliche Antikörper gegen kindliche Thrombozytenmerkmale sind die häufigste Ursache schwerer Thrombopenien bei reifen Neugeborenen.(1) Diese Antikörper sind gegen humane Plättchen-Antigene (HPA) gerichtet, meist gegen HPA-1a (in 75% der Fälle). 365 Schwangerschaften auf, und eine fetale bzw. neonatale Immunthrombopenie (FAIT bzw. NAIT) wird in der Hälfte der Fälle beobachtet. Von diesen haben 50% eine Thrombopenie mit weniger als 20 x 109 Thrombozyten pro L. Zu den schweren Komplikationen zählen intrakranielle Blutungen. Sie treten, bezogen auf alle Schwangerschaften, bei etwa 1 von 15000 Geburten auf.(2) Das entspricht 1-2 Fällen pro Jahr in Berlin. Die ursächlichen Antikörper gegen Thrombozyten können in mütterlichem Nativblut präpartal bestimmt werden, bevor eine resultierende Thrombopenie zu Komplikationen wie intrakraniellen Blutungen führt. Screening-Untersuchungen können hier für das Gesundheitssystem kostensparend sein.(3) Wenn Antikörper vorhanden sind, kann der Verlauf sorgfältiger überwacht werden, und ein therapeutisches Eingreifen ist zeitnah möglich. Bei fetalen bzw. neonatalen Thrombopenien mit Werten unter 30 x 109 Thr./L wird empfohlen, der Mutter präpartal intravenöse Immunglobuline zu geben.(4) Postpartal (und in schweren Fällen auch vor der Geburt) können dem Kind Thrombozytenkonzentrate transfundiert werden.(5) Referenzen
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