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Lab 28 - Ausgabe Juli 2006


 

Das molekularbiologische Labor-
Neue Teste und Verfahren

 

Lab28 - Ausgabe Juli 2006

Es bleibt spannend
Das molekularbiologische Labor
Fußball und Gehirnfunktion
Frühsommer-Meningoencephalitis
ESBL - Hochresistente Gram-negative Bakterien
Therapeutisches Drug monitoring (TDM)
Angioödem
Juvenile idiopathische Arthritis
Knochenstoffwechselstörung
Gerinnungsstörungen bei malignen Erkrankungen
HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen
Neues vom Josephinchen
Der Steuertipp: Aktuelle Entwicklungen

Molekularbiologische Verfahren untersuchen mittels PCR die DNA bzw. RNA von Bakterien und Viren oder von humanen Untersuchungsproben. Diese Teste sind sehr sensitiv und spezifisch und können für viele Fragestellungen mittlerweile sehr zeitnah durchgeführt werden. Modernste „real-time-Verfahren“ gehören daher bei uns zum Standard.

Wichtiger Bestandteil der Untersuchung ist die Präanalytik, die schon in der Arztpraxis beginnt.
Im molekularbiologischen Labor sind für eine erfolgreiche PCR-Analyse mindestens drei Schritte notwendig: DNA-/RNA-Isolation, biochemische Vervielfältigung (Amplifikation) charakteristischer Gen-Abschnitte und sequenzspezifische Detektion der amplifizierten Produkte. Diese Arbeitschritte erfordern sowohl eine räumliche Trennung als auch striktes kontaminationsfreies Arbeiten.

Eine spürbare Verbesserung bei der Abarbeitung und Reproduzierbarkeit der Messergebnisse stellt die automatisierte Probenvorbereitung für Virus-PCR-Untersuchungen dar: „Cobas AmpliPrep“ in Kombination mit „Cobas TaqMan“ (Abb.1 und 2).

Arztbetreuung

Damit sind Genotyp-unabhängige Quantifizierungen über einen sehr breiten linearen Bereich für HIV, HCV und HBV möglich. Darüber hinaus konnten die jeweiligen Nachweisgrenzen signifikant gesenkt werden. Um die Vorteile dieses Systems voll ausschöpfen zu können, benötigen wir jedoch ein Mindestvolumen von 8.5 ml EDTA-Blut (große Monovette!).

Seit kurzem verfügen wir des weiteren über einen zweiten LightCycler der neuesten Generation ( Abb. 3). Mit diesem CE-zertifizierten Geräte-system sind humangenetische, bakterielle und virale PCR-Untersuchungen möglich.

Als erstes konnte damit das Spektrum der Herpes-Virus-Teste erweitert werden: Neben HSV 1/2 sind wir nun in der Lage auch Cytomegalie-, Varizella-Zoster und Epstein-Barr-Virus aus Vollblut, Abstrichen, Urin, Bronchiallavagen, Liquor („Konsensus-PCR“) zu untersuchen.

Weitere Anwendungsfelder erschließen sich mit dem Nachweis von bakteriellen Resistenzgenen, z. B. der Clarithromycin-Resistenz bei Helico-bacter pylori. Die Palette wird ständig erweitert.

Mittels LightCyler- bzw. Biochip-Technologie ist es jetzt ebenfalls möglich, Fragen der Arzneimittelunverträglichkeit/Pharmakogenetik zu beantworten.



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