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Lab 28 - Ausgabe Juli 2006


Aktuelles aus dem St. Joseph-Krankenhaus, Berlin-Tempelhof:

 

Neues vom Josephinchen Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

 

Nach 10 Jahren erfolgreicher Leitung des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin durch Herrn Dr. Götte habe ich am 01.02.2006 dessen Position übernommen. Im Folgenden möchte ich kurz mein Team und gemeinsame Ziele und Pläne vorstellen.

Lab28 - Ausgabe Juli 2006

Es bleibt spannend
Das molekularbiologische Labor
Fußball und Gehirnfunktion
Frühsommer-Meningoencephalitis
ESBL - Hochresistente Gram-negative Bakterien
Therapeutisches Drug monitoring (TDM)
Angioödem
Juvenile idiopathische Arthritis
Knochenstoffwechselstörung
Gerinnungsstörungen bei malignen Erkrankungen
HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen
Neues vom Josephinchen
Der Steuertipp: Aktuelle Entwicklungen

Zusammen mit dem neuen Chef der Gynäkologie und Geburtshilfe, Herrn Dr. Abou-Dakn, streben wir die WHO-Zertifizierung zum „Babyfreundlichen Krankenhaus“ an. Die deshalb gegründeten Arbeitsgruppen werden darüber hinaus genutzt, unsere den Patienten und Eltern sehr zugewandte Neonatologie im Konzept der „sanften Pflege“ weiter zu unterstützen und zu verbessern. Um eine Trennung von Mutter/Eltern und Neugeborenen möglichst zu vermeiden, werden in der Abteilung für Geburtshilfe Elternzimmer, in der Neonatologie Rooming-in-Zimmer gebaut und in die Station integriert.

In Absprache mit der Abteilung für Nephrologie der Humboldt Universität wird - in gemeinsamer Arbeit - ab 01.08.2006 eine nephrologische Sprechstunde von Herrn Dr. Widera eingerichtet. Herr Dr. Widera hatte bereits pädiatrisch-nephrologische Vorkenntnisse und ist gerade dabei, sich auf seine neue Aufgabe in Absprache mit der Universität vorzubereiten. Somit können entweder prästationär oder auch als Serviceleistung ab August nephrologische Patienten im St. Joseph-Krankenhaus betreut und behandelt werden. Frau Prof. Erley, internistische Chefärztin der Abteilung für Nephrologie wird das Team bei größeren Patienten hervorragend ergänzen.

Im Bereich der Kinderchirurgie besteht durch Herrn Chefarzt Dr. Giest und seine Oberärzte Herr Dr. Meyer-Junghänel und Herr Dr. Graffstädt große Kompetenz in der operativen Behandlung kinderurologischer Krankheitsbilder. Somit können wir - im Sinne eines Zentrums - kinderurologische Patienten nach modernsten Methoden diagnostizieren, operieren und rundum betreuen.

Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass ich Frau Dr. Julia Pauls als Oberärztin gewinnen konnte. Neben ihrem neonatologischen Schwerpunkt bringt sie eine fundierte Ausbildung in der klassischen Homöopathie mit und kann damit Patienten und Eltern eine entsprechende Therapie anbieten. Eine eigene Sprechstunde wurde bereits eingerichtet. Eine Erweiterung unseres Spektrums an supportiven, die Schulmedizin ergänzenden Maßnahmen wird es bald auch naturheilkundlich durch ein entsprechendes Angebot von Frau Dr. Hansen geben.

Eine weitere Neuerung gibt es neuropädiatrisch:
Ich freue mich außerordentlich, dass ich Herrn Prof. Siemes (als international bekannten Epileptologen) gewinnen konnte, konsiliarisch in unserem Zentrum für Kinder und Jugendmedizin mitzuarbeiten. So können wir schwierige epileptologische Fragestellungen beantworten und neuropädiatrische Patienten mit komplexen Krankheitsbildern gut betreuen. Ab 01.09.2006 wird eine neuropädiatrische Funktionsstelle eingerichtet, die mit einer Neuropädiaterin und Epileptologin besetzt wird. Ergänzend wurde eine Kollegin aus der Pädiatrie und Humangenetik für die Ablärung syndromaler und anderer genetisch bedingter Erkrankungen eingestellt.

Ein weiterer, neu hinzugewonnener Kooperationspartner ist Herr Prof. Paul (Kinderpulmologie), der im St. Joseph-Haus flexible Bronchoskopien durchführen wird.

Wegen der zunehmenden Anzahl Jugendlicher, die unser Krankenhaus aufsuchen, haben wir begonnen, 4 Behandlungszimmer in Jugendräume umzubauen Darüber hinaus wird es einen Jugendaufenthaltsraum mit entsprechendem „Outfit“ geben.

Last not least: Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin nimmt an dem Projekt des St. Joseph- Krankenhauses für die Zertifizierung eines „schmerzfreien Krankenhauses“ teil und möchte noch in diesem Jahr die entsprechende Plakette erwerben. Dies wird sicherlich mit Hilfe unseres sehr engagierten Pflegepersonals, welches bereits wegen seiner großen Freundlichkeit in der Stadt einen außerordentlich guten Ruf genießt, gelingen.

Dr. Beatrix Schmidt, MBA
CÄ Josephinchen
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin



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