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Assoziation zu Autoimmunthyreoiditis und Zoeliakie?Die juvenile idiopathische Arthritis (JIA), nomenklatorisch in Europa seit 1997 hervorgegangen aus juveniler chronischer oder rheumatoider Arthritis, ist ein relativ seltenes Krankheitsbild mit einer Prävalenz von 20-30 Fällen/100.000 Kindern und Jugendlichen < 16 Jahren. Die schmerzhafte Schwellung oder Bewegungseinschränkung von mindestens sechs Wochen Dauer wird in sieben Kategorien eingeteilt: von der systemischen Arthritis, Rheumafaktor positiver und negativer Polyarthritis, über Oligoarthritis (max. 4 Gelenke betroffen), Psoriasisarthritis, Enthesitis bis zur undifferenzierten Arthritis. Der schleichende Verlauf mit Entwicklung von Tenosynovitis, Synovialzysten und daraus resultierender Schonhaltung kann unbehandelt insbesondere bei der systemischen Form auch zu Störungen im Längenwachstum und Gelenkfehlstellungen führen. Bei dieser Form begleiten Symptome wie unklares Fieber, ein flüchtiges, kleinfleckiges Exanthem, Hepato- u./o. Splenomegalie, Lymphadenopathiesyndrom bis zur Perikarditis die Gelenk-erscheinungen. Die Diagnosestellung erfolgt aus klinischem Bild, bildgebender Diagnostik und Labor. Hier findet sich vermehrte entzündliche Aktivität (CRP, BSG und Leuko- und Thrombozyten erhöht) sowie eine Anämie. Bei Oligoarthritis sind in 80% der Fälle ANA nachweisbar (sofern auch U1RNP, SS-A oder SS-B-AK nachweisbar, sprechen diese für das Vorliegen einer Kollagenose). Rheumafaktor ist nur bei RF-positiver Polyarthritis nachweisbar, alle anderen Formen sind RF negativ! Cyclische-Citrullin-Peptid-Antikörper (anti-CCP) finden sich bei RF-posiver JIA mit hoher Spezifität. Ein zusätzlicher diagnostischer Nutzen z.B. bei RF-negativer JIA sollte durch weitere Studien geklärt werden. HLAB27-AK sind in 80-90% bei Enthesitis-assozierter Arthritis sowie in 30-40% der Psoriasisarthritis nachweisbar. Als Komplikation im chronischen Verlauf kann sich eine Amyloidose, am häufigsten mit Nierenbefall entwickeln (Proteinurie sowie erhöhte Serum-AmyloidA-Werte), eine Uveitis sowie selten das Medikamenten- oder Infektinduzierte Makrophagen-Aktivierungs-Syndrom, welches mit Auftreten neurologischer Symptomatik eine Notfallsituation darstellt. Stagi et al untersuchten in einer Studie bei 151 Kindern im Durchschnittsalter von 8,3 Jahren (120 weiblich, 31 männlich) Schilddrüsenfunktion sowie Vorliegen von Antikörpern mit Hinweis auf Autoimmunthyreoiditis und Zoeliakie im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Die Bestimmungen umfassten TSH, fT3, fT4, Thyreoperoxidase- , Thyreoglobulin-, Gliadin-, Endomysium- und Tranglutaminase-Antikörper im Serum. Es erfolgte eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse sowie Jejunalbiopsie, wenn positive Antikörperbefunde vorlagen. 9,3% der Patienten hatten eine subklinische Hypothyreose, 11,9% wiesen eine Autoimmunthyreoiditis auf, bei 10% der Kinder wurde eine Zoeliakie diagnostiziert. Verglichen mit der Kontrollgruppe hatten die Patienten mit JIA eine höhere Prävalenz subklinischer Hypothyreose und Autoimmunthyreoiditis (je p<0.001) sowie der Zoeliakie (p< 0.005). Zusammenfassend sollte bei erhöhter Wahrscheinlichkeit vorgenannter Erkrankungen eine serologische Antikörper-Bestimmung erfolgen. Literatur:
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