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Lab28 - Ausgabe Dezember 2004


 

Mittendrin

 

In der letzten Ausgabe hatten wir über die bevorstehenden innerbetrieblichen Neuanschaffungen und Änderungen berichtet und die Hoffnung formuliert, dass unsere Einsender in weitgehend gewohnter Weise ihre Laborbefunde erhalten. Nun sind wir mittendrin im Umstellungsprozess und können mit ein wenig Stolz sagen, dass vom Laborteam alle vorhersehbaren, aber auch manch unangenehme Überraschung erfolgreich bewältigt werden konnten.

Lab28 - Ausgabe Juli 2004

Mittendrin
Fortbildungsveranstaltung für Gynäkologen
IGeL - Fit für die Praxis
Schwere Unverträglichkeit von 5-Fluorouracil
Labordiagnostik bei u. a. Glomerulonephritis
Steckbrief: Pseudomonas aeruginosa
Autoantikörper beim Diabetes mellitus
IX. Symposium für Reise- und Impfmedizin
Der Steuertipp: Vermietung an Angehörige

Der Reigen startete im März mit dem EDV-Update der Laborgemeinschaft. Die Umstellung ging anfangs erstaunlich reibungslos über die Bühne. Dank diverser Tests im Vorfeld blieben gravierende Fehler weitgehend aus. Etliche kleinere Probleme zeigten sich jedoch noch nach den ersten Betriebstagen, wobei das meiste im Laufe der folgenden Wochen ausgemerzt werden konnte.

Der nächste große Schritt erfolgte Ende April mit der Auslieferung der neuen Großgeräte für die Klinische Chemie/Immunologie im Rahmen der Laborgemeinschaft. Die ca. 6 m langen Teile konnten dank einer generalstabsmäßigen Planung am Wochenende um den 1. Mai in Betrieb genommen werden. Der Abbau der Altgeräte fand simultan mit dem Aufbau der neuen modularen Gerätschaften statt, wobei im Vorfeld Wände sowie diverse Versorgungsanschlüsse verändert werden mussten. Tatsächlich wurden zum Wochenbeginn alle Proben über die neuen Straßen bei tadelloser Analytik abgearbeitet; jedoch wurde am folgenden Dienstag - dem traditionell stärksten Probeneingangstag - die Nacht sehr kurz. Das Zeitfenster, das gemäß Simulationssoftware möglich sein sollte, wurde bei weitem noch nicht erreicht. In den folgenden Wochen konnte eine gute Laufstabilität der Maschinen erreicht und auch am Zeitverhalten deutliche Fortschritte erzielt werden. Mit den Technikern sind noch eine Reihe weiterer Maßnahmen abgestimmt, um den Durchsatz zu beschleunigen. Dieser Optimierungsprozess, der zum Teil außerhalb der Routine evaluiert werden muss, braucht Zeit und Geduld. Spätestens Ende Juli hoffen wir, unser Ziel erreicht zu haben.

Unser Laborservice Haustechnik und Lager
von links nach rechts: Ingo Lay, Frank Kehr,
Hans Höber, Rolf Metzger.

Nicht minder aufregend war das Software-Update für den Facharzt. Fehlende Zugriffsmöglichkeiten auf Dateien, Scannprobleme erheblichen Ausmaßes, Transferschwierigkeiten bei der Datenübermittlung zu anderen Programmteilen, umständliche Routineschritte und - last but not least - ein totaler EDV-Netzausfall sorgten für Hochspannung bei allen Beteiligten. Gleichzeitig beginnen auch hier die Optimierungsarbeiten, um das System wieder komfortabel, schnell und sicher zu machen und gleichzeitig die Nutzung der zusätzlichen Facilities zu ermöglichen. Als vorerst letzter Schritt der Innovationsoffensive im Labor steht Mitte Juli die Reorganisation des Probeneingangs/Verteiler an. Maschinelle Sortier- und Dupliziersysteme werden die Qualität und Zuverlässigkeit noch steigern. Die Vorarbeiten und Austüfteleien hierfür sind in vollem Gang. Eins ist jetzt schon gewiss: bis alles rund läuft werden wieder Wochen vergehen, um das theoretisch avisierte Ziel im tatsächlichen Laboralltag zu erreichen.

Die letzten Monate haben wieder deutlich gemacht, dass der Erfolg des gesamten Implementierungsprozesses zu einem ganz erheblichen Maß von der Motivation und Leistungsbereitschaft der Menschen abhängt, die im Labor arbeiten. Gemeinsam erarbeitete Konzepte, flexibles Reagieren auf unvorhersehbare Schwierigkleiten, kreative Lösungsideen im Optimierungsprozess - mit diesen Qualitäten ist ein wesentlicher Punkt Zukunftssicherung des Labors 28 erreicht.


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