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Schwere Unverträglichkeit von 5-Fluorouracil bei Mutation im DPD-Gen - Exon 14-Skipping MutationCa. 3 % aller mit dem Chemotherapeutikum 5-Fluorouracil (5-FU) behandelten Patienten erleiden toxische Nebenwirkungen bis hin zu lebensbedrohlichen Intoxikationen. Verursacht sind diese durch eine Verminderung der Aktivität der Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD). Die erwünschte zytotoxische Wirkung von 5-FU wird durch seine Eliminationskinetik bestimmt, die Halbwertszeit beträgt ca. 12 Minuten. Eine verminderte zelluläre Aktivität von DPD verzögert die Elimination aus dem Plasma und führt zu toxischen Nebenwirkungen. Unter mehreren bekannten Mutationen des DPD-Gens ist die Exon-14-Skipping-Mutation die bedeutendste. Sie hat bei homozygoten Merkmalsträgen den Totalverlust der katalytischen Aktivität zur Folge. Bereits heterozygote Merkmalsträger sind unter 5-FU-Therapie gefährdet, schwere Nebenwirkungen zu erleiden. Die Prävalenz heterozygoter Träger in Mitteleuropa beträgt ca. 1%. Patienten mit schwersten bis hin zu letalen Folgen unter 5 FU sind zu ca. 30% Träger der Exon-14-Skipping-Mutation des DPD-Gens. Die Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie verwies auf die Notwendigkeit einer prätherapeutischen Untersuchung aller Patienten vor 5-FU-Gabe, um bei gegebener Mutation eine Dosisanpassung vorzunehmen. Die Untersuchung erfolgt als Gensequenzierung aus EDTA-Blut (2 ml), der Probenversand per Post ist unproblematisch.
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