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Labor 28 Kompetenz - jetzt auch im St. Joseph-Krankenhaus
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Seit Anfang des Jahres kooperiert das Labor 28 mit dem St. Joseph-Krankenhaus in Berlin-Tempelhof
Der zunehmende Kostendruck führt seit langem zu Einsparmaßnahmen in den Zentrallaboren der Krankenhäuser. Mit der im Bundesrat beschlossenen Einführung des neuen Krankenhausabrechnungssystems (DRG) werden zusätzliche Umstrukturierungsmaßnahmen notwendig. Die Kostenerstattung erfolgt dann nicht mehr über Tagessätze sondern als Fallpauschale.
Laborleistungen müssen deshalb zukünftig in einem möglichst kleinen Zeitfenster erbracht werden, um die Liegedauer nicht unnötig zu verlängern. In Krankenhäusern ist aber auf Grund der Relation zwischen Serienlänge/Untersuchungumfang und Begleitkosten u.a. für Kalibration, Qualitätskontrollen (intern, extern) und Personal bei vielen Bestimmungen eine taggleiche Analytik nicht sinnvoll. Während früher in mittleren und großen Krankenhäusern lediglich seltene Bestimmungen weggeschickt wurden, müssen in Zukunft größere Bereiche ausgelagert werden.
Das Partnerlabor sollte ein umfangreiches diagnostisches Spektrum täglich bearbeiten, ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem etabliert haben und über Erfahrungen in der Umsetzung der notwendigen Logistik verfügen. Elektronische Datenerfassung und eine reibungslose Datenübertragung setzen ein kompetentes EDV-Team voraus.
Im Laufe des letzten Jahres war der Entschluss der Krankenhausleitung gereift, das Zentrallabor mit dem Ausscheiden des Chefarztes, Herrn Dr. Amir-Moazami, umzustrukturieren. Seit Anfang des Jahres kooperiert das Labor 28 mit dem St. Joseph-Krankenhaus.
Für ein Krankenhaus der Akutversorgung besteht die Mindestanforderung in der Analytik vor Ort in einem Notfall- sowie blutgruppenserologischen Labor. Das St. Joseph-Krankenhaus hat sich darüber hinaus entschieden, zusätzlich ein Labor für Klinische Chemie und Hämatologie am Standort zu lassen. Das Notfalllabor und klinisch/chemische Untersuchungen benutzen die gleichen Analyzer und das know how für hämatologisch/zytologische Untersuchungen bleibt dem Haus erhalten. Für die dortige Diagnostik hat das Labor 28 die Management- und Mitglieder der Gemeinschaftspraxis die laborärztliche Verantwortung übernommen.
Mikrobiologische Untersuchungen, spezielle Analytik wie Hormon- und Tumormarkermessungen, immunologische Verfahren und therapeutic drug monitoring sind ausgelagert und werden in der Mecklenburgischen Str. 28 bearbeitet.
Die Untersuchungsproben von den Stationen gelangen - wie bisher - zur Annahme in das verbliebene Zentrallabor. Hier wird der Versand für das Labor 28 vorbereitet. Mehrmals täglich werden die Proben per Boten zu uns geschickt. Die Aufträge werden in der Mecklenburgischen Straße automatisch erfaßt. Eine Datenübertragung der im Labor 28 erhobenen Untersuchungsergebnisse mit einer festen Leitung direkt in die Krankenhaus-EDV ist in Vorbereitung. Die Ärzte des Krankenhauses haben in den Ärzten der Gemeinschaftspraxis und den Weiterbildungsärzten kompetente Ansprechpartner; eine Ärztin in Weiterbildung zum Laborfacharzt konnte vom St. Joseph-Krankenhaus übernommen werden.
Dem St. Joseph-Krankenhaus steht ein leistungsfähiges und effizient organisiertes Labor als Kooperationspartner zur Verfügung. So ist geplant, dass unser bestehendes Qualitätsmanagement-System nach der neuesten Norm, der DIN ISO 17025, auch im Krankenhauslabor etabliert wird. Das Krankenhaus ist mit dieser Kooperation für die zukünftigen Erfordernisse bezüglich DRG und weiterer Sparmaßnahmen gewappnet.
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