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An der Südostküste der Dominikanischen Republik (Provinz La Altagracia, Touristenzentren um Punta Cana, Playa Juanillo, Playa Bavaro) war für einige Zeit ein vorher nicht bestehendes Malariarisiko belegt worden. In der einheimischen Bevölkerung waren Erkrankungen aufgetreten, 13 Europäer waren nach einem Badeurlaub in dieser Region erkrankt. Es war daher von der WHO, den CDC in Atlanta (USA) und auch in Deutschland die Ausdehnung der vorher nur für das Landesinnere empfohlenen Malaria-Regelprophylaxe (Chemoprophylaxe mit Chloroquin) auf diese Region empfohlen worden (s. a. Epid. Bull. 1 und 3/2000). Die Malaria-Bekämpfungsmaßnahmen des Gesundheitsministeriums der Dominikanischen Republik im Südosten scheinen inzwischen zu Erfolgen geführt zu haben. Seit März gibt es keinen Hinweis auf Malaria-Infektionen bei rückkehrenden Reisenden. Die Situation muss aber weiter aufmerksam beobachtet werden. Die WHO und die CDC haben die Empfehlungen einer Chemoprophylaxe bei Urlaubsreisen in den Südosten inzwischen zurückgenommen. Die meisten europäischen Berater stellen diese jedoch vorerst noch anheim. Risikopatienten sollte sie auf jeden Fall noch angeboten werden. Bei einem Aufenthalt in den westlichen Provinzen im Inneren des Landes ist eine Chemoprophylaxe (Chloroquin) unverändert notwendig. Im Falle eines Badeurlaubes im Norden und Nordosten der Insel reicht weiterhin eine Expositionsprophylaxe aus, die allen Reisenden in die Dominikanische Republik anzuraten ist. Bei Rückkehrern aus der Dominikanischen Republik sollte weiter auf Malaria geachtet werden. Hinweise auf von dort importierte Erkrankungsfälle sollten sofort auf dem Meldewege weitergegeben werden. Quelle: CRM Reisemedizin aktuell 9/2000 (24.4.2000) [nach oben] [zurück] [nächster Artikel] |