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Das Bakterium Listeria monocytogenes ist in der Umwelt, besonders im landwirtschaftlichen Bereich weit verbreitet. Auf verschiedenen Stufen der Lebensmittelverarbeitung kann eine Kontamination der Erzeugnisse tierischer Herkunft, wie Rohmilch und Fleisch, erfolgen. Kochen, Braten, Sterilisieren und Pasteurisieren töten das Bakterium sicher ab, jedoch ist eine neue Kontamination durch mangelnde Verarbeitungshygiene möglich. Von amtlicher Seite sollen die Beurteilungswerte von Listerien in verzehrfähigen Lebensmitteln innerhalb der Mindesthaltbarkeitsfrist auf 100/g gesenkt und die Lebensmittelhersteller in die Pflicht genommen werden. Die Listerien haben besonders in vakuumverpackten Lebensmitteln, die unter Kühlung gelagert werden, günstige Wachstumsmöglichkeiten, denn ihre Vermehrung findet ab 8 °C und pH5 statt. In letzter Zeit waren Wurstwaren in Kunststoffumhüllungen, Schweinezunge in Aspik, Fleischpasteten und Harzer Käse von Rückrufaktionen wegen Listerienkontamination betroffen. Schwangere und Risikogruppen mit geschwächtem Immunsystem sind bei der Aufnahme von Listerien besonders infektionsgefährdet. Sie können das Risiko durch folgende Verhaltensweisen deutlich mindern:
Quelle: Pressedienst BgW 06/2000 [nach oben] [zurück] [nächster Artikel] |