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Die Abholzeiten für die Proben werden immer später gewünscht, die Befundübermittlung soll aber früher erfolgen. Der Anteil eiliger Proben nimmt zu. Unterschiedliche Sichtweisen bei Kommentaren, Referenzwerten, Einheiten etc. müssen berücksichtigt werden. Selbst verbindliche Richtlinien werden keineswegs immer als Norm akzeptiert. Sehr differierende Denk- und Erwartungshaltungen werden als Selbstverständlichkeit vom Labor eingefordert. Diese etwas pointierte Auflistung soll nur eine Tendenz aufgezeigen, die sich in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt hat. Da wir uns letztlich auch als Dienstleister betrachten, schreckt uns diese Entwicklung nicht grundsätzlich, sondern wird auch als Chance begriffen. Durch Abgleich mit anderen Laboratorien wissen wir, dass unsere Position im Service-managing keinen Vergleich scheuen muss. Natürlich sind wir bestrebt, noch besser und leistungsfähiger zu werden, jedoch lassen sich wirtschaftliche Grenzen, Probleme grundsätzlicher Machbarkeit sowie die Anfälligkeit immer komplexerer Organisationen nicht einfach aushebeln. Interne Maßnahmen wurden und werden ergriffen, um den gestiegenen Servicebedarf zu sichern. Reorganisation einzelner Abteilungen, Straffung der Abläufe sowie die Einforderung erhöhter Flexibilität der Mitarbeiter stehen zwangsläufig vor einer personellen Aufstockung. Die intelligente Nutzung des mittlerweile hochkomplexen EDV-Systems erfordert zwar erheblichen Aufwand, ist aber zur Zielerreichung unerlässlich.Ausgespart bleiben aus der künftigen Betrachtung kann allerdings auch nicht die Verhältnismäßigkeit zwischen Serviceanforderung und Volumen des einzelnen Einsenders, die letztlich die Leistungsstärke und Zukunft unseres Labors sichert.
Neben dem Bemühen um die originären Dinge kommen aber auch externe Probleme auf das Labor zu, die möglichst lautlos - dafür leider mit zusätzlichem Aufwand - gelöst werden müssen. Lieferschwierigkeiten selbst großer Diagnosticafirmen, Lizenzprobleme, unerwartete Systemänderungen durch Übernahmen/Fusionen gesellen sich zu den „normalen“ Problemen des Alltags. Und last but not least spüren wir einen erhöhten Aufklärungsbedarf bei KV-seitigen Regelungen und Änderungen. Da die offizielle Informationspolitik manchmal nicht ganz eindeutig, verständlich und zeitig ausfällt, mussten unsere Mitarbeiterinnen der Arztbetreuung in der Vergangenheit manche Überstunde leisten. Sie haben es gerne getan und hoffen, zur reibungslosen Zusammenarbeit beigetragen zu haben. Insofern trifft es sich gut, dass in dieser Ausgabe die Abteilung Arztbetreuung vorgestellt wird. [nach oben] [zurück] [nächster Artikel] |