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Lab 28 - Ausgabe Juli 2000


 

‚Shared-Epitope‘, ein prognostischer Marker bei der Rheumatoiden Arthritis

 

Seit längerem ist durch eine Vielzahl von Studien belegt, dass für die Rheumatoide Arthritis (RA) eine genetische Dispostion besteht. Die Assoziation zu HLA-DR4 und in einigen Bevölkerungsgruppen auch zu HLA-DR1 ist bekannt.

Lab28 - Ausgabe Juli 2000

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Molekularbiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass es sich dabei um bestimmte HLA-DR4-Subtypen (HLA-DRB1-Allele) handelt, die ebenso wie HLA-DR1 in einem definierten Molekülabschnitt identische bzw. fast identische Aminosäuresequenzen aufweisen. Diese Region - das sogenannte ‚Shared-Epitope‘ - entspricht zugleich der Antigen-Bindungsstelle und ist auch für den Kontakt mit dem T-Zell-Receptor entscheidend.

Neben dem erhöhten Risiko an RA zu erkranken, ist das Vorhandensein des ‚Shared-Epitope‘ auch ein prognostischer Marker für den Verlauf und die Schwere der Erkrankung. Bei positivem Nachweis ist das Risiko für die Erkrankung an einer rheumatoiden Vasulitis oder Riesenzellarteriitis deutlich erhöht. Insbesondere das homozygote Auftreten bestimmter HLA-DRB1-Allele spricht für einen prognostisch ungünstigen Verlauf mit häufiger extraartikulärer Organmanifestation
(Internist 40, 922-929, 1999;Rheumatologe 26, 1446-1451) 1999).

In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Patienten ohne ‚Share-Epitope‘ viel häufiger
(83 %) auf eine Behandlung mit Methotrexat ansprechen, als Patienten mit ‚Shared-Epitope‘ (25 bis 36 %) (Ann. Rheum. Dis. 209-213, 1998).

Die Bestimmung des „Shared Epitopes“ erfolgt im EDTA-Blut.



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