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Lab 28 - Ausgabe Dezember 2010


Aktuelles aus dem St. Joseph Krankenhaus, Berlin-Tempelhof

 

Zentrale Endoskopie im St. Joseph Krankenhaus nach Umbau in neuem Gewand

 

Zusätzliche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten

Nach über 6-monatiger Umbauphase steht unsere Endoskopie inzwischen komplett modernisiert zur Verfügung.

Lab28 - Ausgabe Dezember 2010

Was wirklich wichtig wird
Fortbildungskalender für Ärzte
Fortbildungskalender für Fachpersonal
Heparin-induzierte Thrombozytopenie
Neue Antikoagulanzien Dabigatran und Rivaroxaban
Chlamydien- und Gonokokken-Nachweis
Diagnostik einer Zöliakie
Steckbrief: Meningokokken
Diagnostisches Vorgehen bei Flush
Richtlinien zur Hämotherapie
Klassifikationskriterien der Rheumatoiden Arthritis
Richtige Aufkleber benutzt?
Zentrale Endoskopie im St. Joseph Krankenhaus
Der Steuertipp 3/2010

Die in warmen Tönen gestalteten Räume schaffen eine angenehme Atmosphäre. Neu geschaffen wurde unter anderem ein Aufwachraum, der mit Hilfe zentraler Überwachung die Sicherheit nach Sedierung oder Narkose nochmals erhöht.  Für Sonographische Untersuchungen (des Abdomens, der Schilddrüse, des Retroperitoneums, des Herzens (transthorakal und oesophageal) sowie der Blutgefäße) stehen nun 3 Untersuchungsräume zur Verfügung.

Modernste Geräte für Endosonographie mit Radial- und Longitudinalscannern erlauben die Detektion auch kleinster pathologischer Veränderungen beispielsweise im Gallengang oder im Pankreas sowie eine gezielte Feinnadelpunktion. Bei den routinemäßig durchgeführten perkutanen Punktionen (z. B. der Leber) und Drainagen (beispielsweise von Zysten oder Abszessen) könnten so auch innere Drainagen in Pankreas-Pseudozysten eingelegt werden. Die endoskopischen Möglichkeiten sind durch neue Endoskope mit hochauflösender Bildgebung (HDTV) und spezieller Bilddarstellungsfunktion (NBI, Narrow Band Imaging) erweitert worden. Letztgenannte Technik erlaubt dabei optimierte Kontrastierung durch zuschaltbare Farbfilter, die die vorher recht umständliche Einbringung von Färbemitteln ersetzt. Prämaligne und maligne Schleimhautveränderungen lassen sich so präziser diagnostizieren.

Das Leistungsspektrum umfasst neben diagnostischer Ösophago-Gastro-Duodenoskopie und Kolo-Ileoskopie Bronchoskopie, Proktoskopie und endoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie unter anderem Polyp- und Mukosektomien, die Behandlung von Angiodysplasien mittels Argonplasmakoagulation (APC), die Behandlung von Stenosen mittels Dialatation und Einlage selbstexpandierender Stents, Ligaturtherapie beispielsweise von Oesophagusvarizen und Hämorrhoiden, Anlage von endoskopischen Gastro- und Jejunostomien (PEG/PEJ), Fremdkörperentfernung (insbesondere bei Kindern), Extraktion von Konkrementen aus Gallen- und Pankreasgang auch die Kapsel- und Ballonendoskopie zur Diagnostik und Therapie im Dünndarm. Koloskopische Untersuchungen werden dadurch sicherer und für den Patienten angenehmer, dass anstelle von Luftinsufflation zur Entfaltung des Darmes jetzt CO2 zur Verfügung steht.

Zur Terminvereinbarung steht die Tel.-Nr. 7882 2436 zur Verfügung, außerhalb der regulären Dienstzeiten die Zentrale Notaufnahme (Tel.: 7882 2727).

Dr. M. Pieschka, Oberarzt Medizinische Klinik I

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