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Diagnostisches Vorgehen bei „Flush“
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Beim so genannten „Flush“ handelt es sich um eine Rötung der Haut verbunden mit dem Gefühl der Wärme aufgrund einer vorübergehenden Vasodilatation. Prädilektionsstellen sind Gesicht, Hals, Dekolleté und obere Extremitäten.
Anamnese
- Lokalisation (Prädilektionsstellen)
- Aussehen (Erythem, Papeln, flächig disseminiert)
- Beginn der Symptomatik (neu aufgetreten?)
- Auslösende Faktoren (Fieber, Emotion, körperliche Anstrengung, Klimakterium)
- Medikamente (Nikotinsäure, Calciumantagonisten, Nitrate, Opiate, Cholinergika)
- Nahrungsmittel (histamin-, tryptophan-, glutamat-haltig)
- Zusätzliche Allgemeinsymptome (Durchfall, Hypotonie, Herzrhythmusstörung, B-Symptomatik)
Lässt sich kein reproduzierbarer Zusammenhang zwischen der Flushsymptomatik und auslösenden Faktoren/Situationen herstellen, empfiehlt sich eine weiterführende laborchemische Diagnostik, die als Stufendiagnostik erfolgen sollte.
Labordiagnostik
Karzinoid:
- 5-HIES im 24-Std.-Urin
- Chromogranin A i. S.
- Serotonin i. S.
Phäochromozytom:
- Katecholamine im 24-Std.-Urin oder
- Metanephrine/Normetanephrine im EDTA-Plasma
C-Zell-CA (medulläres Schilddrüsen-CA):
Mastozytose:
- Tryptase i. S.
- Histamin im 24-Std.-Urin
Vipom:
- vasoaktives intestinales Peptid (VIP) im EDTA-Plasma
Literatur:
Differenzialdiagnose und Differenzialtherapie in der Inneren Medizin, Urban+Fischer Verlag 2010
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