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Lab 28 - Ausgabe Dezember 2010


 

Chlamydien- und Gonokokken-Nachweis

 

Ein neuer Analyseautomat für die molekulare Diagnostik

C. trachomatis und N. gonorrhoeae gelten als die häufigsten Erreger sexuell übertragbarer Erkrankungen. Urogenitale Mischinfektionen mit beiden Erregern sind nicht selten, so dass bei klinischem Verdacht die parallele Untersuchung sinnvoll sein kann.

Lab28 - Ausgabe Dezember 2010

Was wirklich wichtig wird
Fortbildungskalender für Ärzte
Fortbildungskalender für Fachpersonal
Heparin-induzierte Thrombozytopenie
Neue Antikoagulanzien Dabigatran und Rivaroxaban
Chlamydien- und Gonokokken-Nachweis
Diagnostik einer Zöliakie
Steckbrief: Meningokokken
Diagnostisches Vorgehen bei Flush
Richtlinien zur Hämotherapie
Klassifikationskriterien der Rheumatoiden Arthritis
Richtige Aufkleber benutzt?
Zentrale Endoskopie im St. Joseph Krankenhaus
Der Steuertipp 3/2010

Seit mehr als 17 Jahren werden im  Labor 28 sowohl Chlamydien als auch Gonokokken mit molekularbiologischen Verfahren untersucht.

Kamen in den ersten Jahren ausschließlich Gensonden-Verfahren zum Einsatz, wird seit 2008, mit Einführung des Chlamydienscreenings, mit sogenannten PCR-Verfahren  gearbeitet.
Dadurch erreicht man höchste Sensitivität und Spezifität.

Einziger Nachteil war bisher, dass bestimmte Störsubstanzen im Abstrich oder im Urin (z. B. Spuren von Intimsprays, Blut oder Medikamente etc.) in seltenen Fällen zu nicht auswertbaren Ergebnissen führten. Das war ärgerlich und zog dann Wiederholungsuntersuchungen oder erläuternde Telefonate nach sich.

ViperSeit Anfang Oktober 2010 verwenden wir im Labor 28 ein verbessertes molekularbiologisches Nachweisverfahren auf dem Analyseautomaten „BD Viper™ System mit XTR Technologie“ (siehe Abbildung).
Hierbei erfolgen sowohl die Aufarbeitung der bakteriellen DNA als auch der anschließende molekulare Nachweis der Erreger vollautomatisch in mehreren Arbeitsschritten. Nicht auswertbare Untersuchungen sollten somit der Vergangenheit angehören.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es sich bei diesem Nachweisverfahren um eine „Strang-Verdrängungs-Amplifikation“ (SDA) handelt.

Das neue Verfahren ermöglicht wie bisher die Einzel- oder auch parallele Bestimmung von Chlamydien bzw. Gonokokken aus einer Probe, sowohl aus Urinen als auch bei Abstrichen.

Die Abstrichbestecke sind für Vaginal- und Urethraluntersuchungen bzw. für Augenabstriche sowohl mit dünnem als auch mit dickem Tupfer erhältlich. Die neuen Abstrich-Röhrchen sind am schwarzen Deckel gut zu erkennen.

Mit dem Einsatz des Analyseautomaten „Viper“ wird die Chlamydien- und Gonokokken-Diagnostik im Interesse der Patienten nachhaltig verbessert.

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