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Ein neuer Analyseautomat für die molekulare DiagnostikC. trachomatis und N. gonorrhoeae gelten als die häufigsten Erreger sexuell übertragbarer Erkrankungen. Urogenitale Mischinfektionen mit beiden Erregern sind nicht selten, so dass bei klinischem Verdacht die parallele Untersuchung sinnvoll sein kann. Seit mehr als 17 Jahren werden im Labor 28 sowohl Chlamydien als auch Gonokokken mit molekularbiologischen Verfahren untersucht. Kamen in den ersten Jahren ausschließlich Gensonden-Verfahren zum Einsatz, wird seit 2008, mit Einführung des Chlamydienscreenings, mit sogenannten PCR-Verfahren gearbeitet. Einziger Nachteil war bisher, dass bestimmte Störsubstanzen im Abstrich oder im Urin (z. B. Spuren von Intimsprays, Blut oder Medikamente etc.) in seltenen Fällen zu nicht auswertbaren Ergebnissen führten. Das war ärgerlich und zog dann Wiederholungsuntersuchungen oder erläuternde Telefonate nach sich.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es sich bei diesem Nachweisverfahren um eine „Strang-Verdrängungs-Amplifikation“ (SDA) handelt. Das neue Verfahren ermöglicht wie bisher die Einzel- oder auch parallele Bestimmung von Chlamydien bzw. Gonokokken aus einer Probe, sowohl aus Urinen als auch bei Abstrichen. Die Abstrichbestecke sind für Vaginal- und Urethraluntersuchungen bzw. für Augenabstriche sowohl mit dünnem als auch mit dickem Tupfer erhältlich. Die neuen Abstrich-Röhrchen sind am schwarzen Deckel gut zu erkennen. Mit dem Einsatz des Analyseautomaten „Viper“ wird die Chlamydien- und Gonokokken-Diagnostik im Interesse der Patienten nachhaltig verbessert. |