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Baustelle Gesundheit
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Die Wahl ist gelaufen - die Baustelle Gesundheit wird mit neuen Experten und Ideen heftig belebt. An der Ausgangslage hat sich allerdings nicht viel geändert: Verschiedenste Interessen sind zu einem funktionierenden und leistungsfähigen System zu recht zu stutzen und zu integrieren. Ob der nun vorgesehene Weg der Umstrukturierung besser ist als eine Weiterentwicklung, bleibt abzuwarten. Die Aussicht auf ewige Grundsatzdiskussionen gereicht nicht unbedingt zur Freude.
Die angestrebte Stärkung des Wettbewerbs und der Abbau der Bürokratie werden nicht ohne weiteres erreichbar sein. Voraussetzung für eine Zielerreichung ist eine deutliche Entwicklung der Transparenz und Qualitätssicherung. Hierzu müssten alle Möglichkeiten der Informationstechnologie genutzt werden; das vorläufige Aussetzen der e-Gesundheitskarte zielt aber in eine andere Richtung. Im Zuge der demographischen Realität in Deutschland wird auf Dauer nur ein System stabil bleiben können, welches auf eine hohe Effizienz der Leistungserbringer ausgerichtet ist und diese befördert.
Hierfür wird im Labor 28 einiges getan. Voraussetzung für einen wettbewerblichen Erfolg ist ein hinreichender Mengendurchsatz. Dieser kann nur erreicht und erhalten werden, wenn sich die Einsender in puncto Service, Qualität, Schnelligkeit, individuelle Betreuung usw. gut versorgt fühlen. Nur über ein ausgeklügeltes System kann das nachhaltig erreicht werden, wobei zwingend auf die Einhaltung der labormedizinischen Standards zu achten ist. Zur Steuerung dieser hochkomplexen Ablauforganisation ist im Labor 28 ein Team von Ärzten und Ableitungsleitern zuständig, welches gemeinsam über den Gesamtprozess der Laborleistung Lösungsmöglichkeiten und Optimierungen validiert.
Dass Dinge schief gehen können, mussten wir an einem Freitag im Oktober erfahren. Das EDV-System hatte sich auf Grund eines totalen Netzausfalls für fünf Stunden vollständig verabschiedet eine Horrorsituation für jedes Labor, da noch nicht einmal bei bestem Willen irgendetwas „per Hand“ gemacht werden kann. Immerhin haben wir diese Erfahrung genutzt, mögliche Fehler und Auswirkungen zu analysieren und für die Zukunft zu minimieren. Ansonsten bleibt für das Team die Herausforderung, die Leistungsfähigkeit zu steigern und dennoch die Komplexität gut beherrschbar zu gestalten.
Sehr mühsam aber dennoch optimistisch läuft das Projekt der elektronischen Laboranforderung. Mit nunmehr an die 20 Einsendern gibt es eine hoffnungsvolle Zusammenarbeit. Es bleibt noch einiges zu tun; ein Blick auf andere Labore zeigt uns aber, dass wir gut im Rennen liegen.
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