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neuere Veröffentlichungen zum Thema Menopause (siehe auch Laborinfo 162)AMH als Marker der ovariellen Funktionsreserve korreliert sehr gut mit der Anzahl potentiell reifungsfähiger Follikel, besser als FSH oder Inhibin B. Bis zu einem Alter von 35 Jahren werden meist Werte über 2 ng/ml, ab 43 Jahren meist niedriger als 1 ng/ml gemessen, verbunden mit einer Einschränkung der ovariellen Funktionsreserve. Studien zur Vorhersage des Eintritts der menopausalen Übergangsphase bzw. der Menopause mittels AMH-Bestimmung ergaben bisher Zeiträume von ca. drei bis fünf Jahren, wenn Werte von z. B. < 0.92 ng/ml gemessen wurden (Gnoth et al. Apr 2008). Auch die hier genannten kürzlich erschienenen Studien konnten keine konkreteren Aussagen liefern. Lambalk et al. (Aug 2009) stellen in einem Review eine Kombination aus Lebensalter, Familienanamnese, niedrige bis nicht messbare AMH-Konzentration, niedrige Anzahl antraler Follikel, schlechtes Ansprechen auf In-Vitro-Fertilisation und erhöhtes basales FSH für eine frühzeitige Vorhersage der Menopause dar. Van Disseldorp et al. (Jun 2008) fanden eine deutliche Verbesserung in der zeitlichen Vorhersage durch Bestimmung von AMH als durch chronologisches Lebensalter allein. Sowers et al. (Sep 2008) konnten ein Absinken auf sehr niedrige AMH-Konzentrationen ca. 5 Jahre vor der Menopause, bei der Mehrheit sogar mit AMH-Werten unter der Nachweisgrenze belegen. Tehrani et al. (Jul-Aug 2009) berichten von einem Kollektiv von 147 fertilen Frauen mit regelmäßigem Menstruationszyklus im Alter von 40 bis 49 Jahren. Im Untersuchungszeitraum fand sich bei 60 Frauen der Eintritt der Menopause, definiert nach WHO mit Ausbleiben der Menstruation länger als 12 Monate ohne andere erkennbare Ursache. Untersucht wurde mittels dreimaliger AMH-Bestimmung zu Beginn der Studie, nach drei und sechs Jahren. Bezogen auf einen Cut off von > 0.39 ng/ml trat nur bei einer von zehn Frauen von 40 bis 49 Jahren binnen der nächsten sechs Jahre die Menopause ein (Sensitivität 0.82, Spezifität 0.87, positiver Vorhersagewert 0.88). Die Ergebnisse altersgetrennt in Untergruppen wurden von den Autoren als unerheblich different eingeschätzt, bei 40 bis 44 Jahren und 45 bis 49 Jahren ergaben sich Cut Off-Werte von > 0.49 ng/ml bzw. > 0.365 ng/ml. Niedrige AMH-Werte korrelieren mit dem Beginn der Menopause. Allerdings lässt sich der genaue Zeitpunkt nicht vorhersagen. Die Frage nach Aufrechterhaltung kontrazeptiver Maßnahmen kann durch AMH allein nicht geklärt werden, da auch spontane Konzeptionen bei Werten unter der Nachweisgrenze in Einzelfällen belegt sind. Literatur:
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