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ACE (=Angiotensin converting Enzyme) ist ein membrangebundenes, als Peptidase wirkendes Glykoprotein. Physiologisch nimmt ACE eine zentrale Rolle bei der Regulation des Blutdrucks ein. ACE katalysiert die Umwandlung von Angiotensin I in Angiotensin II, das vasokonstriktorisch wirkt und in der Nebenniere die Freisetzung von Aldosteron fördert. Bei der Sarkoidose wird die Bildung von ACE durch T-Lymphozyten kontrolliert. Die Aktivität von ACE spielt bei der Diagnostik und Behandlung der Sarkoidose eine wichtige Rolle. Intraindividuell verhalten sich die ACE-Konzentrationen sehr konstant. 1992 wurde der Deletions Insertions (D/I)-Polymorphismus des ACE-Gens nachgewiesen (3), der die großen interindividuellen Unterschiede der ACE-Werte erklärt. Personen mit D-Allel-Homozytogie wiesen die höchsten ACE-Aktivitäten auf, homozygote Personen für das Insertions-Allel die niedrigsten Werte. Aus klinischer Sicht besteht ein Bedürfnis, genotypbezogene Referenzbereiche als Grundlage für Diagnostik und Therapie zu verwenden. Ruprecht u. Mitarbeiter (4) bestimmten bei einem gesunden Referenzkollektiv (n = 262) aus Norddeutschland die ACE-Werte mit einem kinetischen Test (Bühlmann). Parallel dazu erfolgte die Bestimmung der beiden Genpolymorphismen aus genomischer DNA mit einer PCR-Methode. Der Genotyp DD wurde in rund 30% und der Genotyp II in 21% gefunden. Die restlichen (~ 50%) fielen auf den heterozygoten Typ DI. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der gegenwärtige, meist angegebene Referenzbereich des ACE-Spiegels von unter 55 U/l streng genommen nur für 21% gilt. Ohne Genotyp-Korrektur liegt der Referenzbereich zwischen 15 und 80 U/l. Dies zeigt, dass die meisten Patienten mit Sarkoidose in diesem Bereich der Varianz fallen, falls eine Genotyp-Korrektur nicht vorgenommen wird. Eine Altersabhängigkeit der ACE-Aktivität besteht in dem untersuchten Kollektiv (17-64 Jahre) nicht. Bezogen auf 95%-Konfidenzintervall ergibt sich für den Genotyp DD ein Referenzbereich von 31,8-87,8 U/l, für den heterozygoten Typ DI 18,6-76,8 U/l und für den Typ II von 13,7-50,7 U/l. Geschlechtsdifferenzen sind klinisch nicht relevant. Bei Kindern werden erhöhte ACE-Werte gefunden. Deshalb ist die Anwendung der genotypkorrigierten Referenzbereiche in dieser Altersgruppe nicht möglich. Es wird empfohlen, eine eindeutige routinemäßige Bestimmung im Rahmen der Sarkoidose-Diagnostik durchzuführen, damit man die genotypkorrigierten Referenzbereiche anwenden kann. Der ACE-Polymorphismus hat noch einen interessanten Aspekt für die Sportmedizin. Das I-Allel des ACE-Gens zeigt eine Assoziation mit besserer sportlicher Ausdauerleistung (1, 2). Außerdem berichten Wells et al. (5) einen positiven Effekt des ACE-DD-Genotyps gegen die Entwicklung einer idiopathisch tiefen Venenthrombose und Lungenembolie. Literatur:
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