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Rotaviren sind weltweit verbreitet. Mehr als 70% der schweren Durchfallerkrankungen werden bei Kindern bis zum Ende des dritten Lebensjahres durch diese Viren ausgelöst. Sie sind damit die häufigste Ursache von Darminfektionen in dieser Altersgruppe. Die Erkrankungshäufigkeit ist in den Wintermonaten am größten, weil die Übertragung des Virus in geschlossenen Räumen effizienter ist. In Entwicklungsländern haben Rotavirus-Erkrankungen eine besondere Bedeutung. Man schätzt, dass jährlich 50 Mio. Kinder erkranken und jährlich 600.000 bis 1 Mio. durch eine Rotavirus-Infektion sterben. Im Erwachsenenalter treten die Erkrankungen vor allem als Reisediarrhoe bei Eltern erkrankter Kinder oder im Rahmen von Ausbrüchen in Altenheimen etc. in Erscheinung. Der Infektionsweg erfolgt fäkal/oral durch Schmierinfektion, aber auch kontaminiertes Wasser und Lebensmittel übertragen die Viren. Im Respirationstrakt findet keine Virusvermehrung statt, dennoch können in der akuten Phase der Erkrankung aerogene Übertragungen durch Tröpfcheninfektion stattfinden, da bereits 10 Virus-Partikel ausreichen, um ein Kind zu infizieren. Bei akut Infizierten können bis zu 1 Mrd. Viren/g Stuhl ausgeschieden werden. Die Ansteckungsfähigkeit besteht während des akuten Krankheitsstadiums. In der Regel erfolgt eine Virus-Ausscheidung nicht länger als 8 Tage. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 3 Tage. Die Symptomatik der Infektion reicht von subklinischen Erscheinungen, über leichte Diarrhoen bis zu schweren Erkrankungen mit wässrigen Durchfällen und Erbrechen. Symptome bestehen in der Regel 2 bis 6 Tage. Eine Rotavirus- Enteritis kann klinisch nicht von anderen infektionsbedingten Gastroenteritiden unterschieden werden. Als Prophylaxemaßnahme dient die Einhaltung allgemeiner Hygienestandards.
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