|
Für die Therapie HIV-infizierter Patienten stehen seit etwa 10 Jahren wirksame Medikamente zur Verfügung. Die Anti-HIV-Therapie wird dabei zunehmend anspruchsvoller und komplexer. Nicht selten werden Cocktails von 3 bis 4 Medikamenten verabreicht. Die antiretroviralen HIV-Medikamente werden in vier Klassen eingeteilt:
Besonders für die PI und NNRTI scheint ein therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) sinnvoll zu sein. Bei diesen Medikamenten ist die Korrelation zwischen der Serum-Konzentration und pharmakologischen Effekten am besten. Vielfach besteht bei Patienten unter Langzeittherapie bei chronischen Erkrankungen eine verminderte Compliance. Bei HIV/AIDS-Patienten beträgt diese Rate 33 - 60%. Deshalb ist in diesen Fällen das TDM wichtig. Bei Vorliegen eines Therapieversagens sollte man daher vor einer Resistenzbestimmung in jedem Fall ein Drug-Monitoring durchführen. Darüber hinaus können Angaben zur Toxizität und Dosierung gemacht werden. Die optimale Abnahmezeit für die Gewinnung des Untersuchungsmaterials ist die Zeit des Talspiegels, d. h. Abnahme direkt vor der nächsten Medikamentengabe. Für die meisten antiretroviralen Medikamente sollte die Materialgewinnung für das TDM frühestens zwei bis vier Tage nach Beginn der Medikamententherapie erfolgen. Hochdruckflüssig-Chromatographie (HPLC) gekoppelt mit UV-Detektion oder Nachweis der Medikamente mittels Massenspektrometrie. Beim TDM im Labor 28 werden folgende Medikamente nachgewiesen: PI: NNRTI: Literatur:
[nach oben] [zurück] [nächster Artikel] |