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Nephrologen fordern jährliche Kontrollen der Albumin-Ausscheidung! Bereits geringgradige Ausscheidung erhöht das Risiko für KHK, daher Kontrollen auch bei Nicht-Diabetikern oder Erkrankungen der Niere werden aufgrund ihrer Symptomarmut häufig zu spät erkannt. Die Zahl der Patienten mit terminalem Nierenversagen steigt jährlich um ca. 5% an, aktuell sind in Deutschland ca. 60.000 Patienten dialysepflichtig, ca. 20.000 leben mit Transplantatniere. Die Hauptursachen sind Diabetes mellitus (30-40%) und Hypertonie (15%). Das jährliche Screening auf Albumin-Ausscheidung sollte jedoch generell in den allgemeinen hausärztlichen Jahres-Checkup aufgenommen werden, wie auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie in Saarbrücken gefordert wurde. Anlass hierzu gibt eine Auswertung im Rahmen der Framingham-Heart-Study von 1.568 Personen, welche weder an Diabetes mellitus, Hypertonie noch KHK erkrankt waren. Das mittlere Alter betrug 55 Jahre, 58% waren Frauen. In die Untersuchung einbezogen wurde die Bestimmung von Albumin bezogen auf Kreatinin (Albumin/Kreatinin-Quotient) aus Spontanurin aus dem Untersuchungszeitraum 1995-1998. Im Beobachtungszeitraum von 6 Jahren erlitten 54 Teilnehmer der Studie ein cardiovasculäres Ereignis (Herzinfarkt, Schlaganfall oder Angina pectoris), davon verstarben 49 Personen. Hierbei korrelierte die Ereignisrate mit der Ausscheidung von Albumin im Harn. Bereits geringgradige Ausscheidung, weit unter dem bisherigen Grenzwert für Mikroalbuminurie (30-300 mg/gKreatinin), war ausschlaggebend! Männer mit Albumin-Ausscheidung größer oder gleich 3,9 mg/gKrea, für Frauen größer oder gleich 7,5 mg/gKrea hatten ein dreifach erhöhtes Risiko ein cardiovasculäres Ereignis zu erleiden als die Personengruppe, welche unterhalb des geschlechtsspezifischen Medians lag. Eine geringgradige Albumin-Ausscheidung könnte somit einen Marker für subklinischen Endothelschaden mit erhöhtem Risiko für cardiovasculäre Erkrankungen darstellen. Hierzu werden weitere Studien gefordert, insbesondere zur Klärung der Frage ob eine Absenkung der Albuminurie zu einer verbesserten Prognose führen kann. Literatur: J. Ärnlov, Low-Grade Albuminuria and Incidence of Cardiovascular Disease Events in Nonhypertensive and Nondiabetic Individuals (Circulation. 2005;112:969-975)
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