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Noroviren, bisher als Norwalk-like-Viren bezeichnet, sind weltweit verbreitet und zählen auch in Deutschland zu den häufigsten Erregern infektiöser Gastroenteritiden nicht bakterieller Genese insbesondere bei Kindern unter 5 Jahren und älteren Personen über 70 Jahre in Gemeinschaftseinrichtungen. In den letzten Jahren wurde auch in Deutschland über gehäufte Ausbrüche, besonders im Winter 2002/2003, berichtet. Diese Zunahme ist möglicherweise durch das Zirkulieren von Virusstämmen mit neuen Eigenschaften bedingt. Infektionen kommen das ganze Jahr hindurch vor mit saisonaler Häufung in den Wintermonaten. Die dem RKI gemeldeten Fallzahlen liegen mit ca. 40.000 im Jahr 2003 kurz hinter der Anzahl der Rotavirusinfektionen. In diesem Jahr wurden bis September bereits ca. 26.000 Norovirus- und knapp 42.000 Rotavirus-Infektionen gemeldet. Der Virusnachweis kann mittels Antigen-ELISA aus einer Stuhlprobe erfolgen, eine im Labor 28 bereits seit 2003 eingesetzte Untersuchungsmethode mit einer Sensitivität und Spezifität von ca. 95%. Stuhlproben sollten möglichst frisch untersucht werden, eine Aufbewahrung bei 2-8 °C für drei Tage ist jedoch möglich.
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