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Neues aus dem molekularbiologischen Labor zur Feststellung des ThromboserisikosIn der medizinischen Diagnostik rücken humangenetische Untersuchungen mehr und mehr in den Vordergrund.
Ca. 30 bis 50 % der Patienten mit Thrombose haben einen angeborenen Gerinnungsprotein-Defekt. Bisher wurde zur Ermittlung des Thromboserisikos vor allem die Mutationsanalyse am Faktor- V-Gen und am Faktor-II-Gen durchgeführt. Beim Nachweis der heterozygoten Faktor-V- bzw. Faktor-II-Mutation ist das Thromboserisiko um den Faktor 6 bis 8, bei der Homozytogie um den Faktor 80 bis 100 erhöht. Neu ist der Nachweis des PAI (Plasminogen-Aktivator-Inhilitor) -Genpolymorphismus. Homozygote Träger des 4G/4G-Allels haben einen ca. 25 % höheren PAI-1-Plasmaspiegel als Träger des 5G/5G-Allels. Erhöhte Homocysteinkonzentrationen gelten heute als Risikofaktor für die Entstehung einer Arteriosklerose. Liegen phänotypisch erhöhte Homocysteinwerte vor, kann eine genotypische Abklärung durch Nachweis einer MTHFR-Mutation erfolgen. Bei homozygoter MTHFR-Mutation und gleichzeitig vorhandenen weiteren Risikofaktoren ist die Thromboseneigung erhöht. Um die Palette der angebotenen genetischen Marker zu komplettieren, sei auch auf die Verfahren Apolipoprotein-B- und E-Genotypisierung (z. B. bei Hypercholesterinämie, Dysbetalipoproteinämie bzw. M. Alzheimer) hingewiesen.
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