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Lab28 - Ausgabe Dezember 2003

Für Sie referiert:

 

Aktiviertes Protein C in der Behandlung der Sepsis

 

Die Sepsis ist ein sehr komplexes Geschehen, bei dem neben einer intensivmedizinischen Betreuung und adäquaten Antibiotikatherapie als Basisbehandlung bereits verschiedene andere Therapieansätze versucht wurden.

Lab28 - Ausgabe Dezember 2003

Anfang vom Anfang
Aktiver Partner im Wandel
Messung der freien Leichtketten
Sportmedizin und Prävention
Paraneoplastische Syndrome des ZNS
Antigen-Schnellteste: Influenza u. RSV
Aktiviertes Protein C
CDT Methodenumstellung
Cushing-Syndrom
Chronische Leberschädigung
Molekularbiologisches Labor: Thromboserisiko
Infektionen bei Blutspendern
Datenfernübertragung
Der Steuertipp

Antiinflammatorische Substanzen wie TNF-Antagonisten, Kortiko-Steroide, Interleukin-1-Rezeptorantagonisten brachten nicht den erhofften Effekt.

Ein wesentlicher Pathomechanismus der Sepsis ist die Aktivierung der Blutgerinnung mit Verschlechterung der Mikrozirkulation.

Rekombinantes aktiviertes Protein C (=Drotrecogen, Handelsname XIGRIS) hat antithrombotische, profibrinolytische und antiinflammatorische Wirkung und einen erwiesenermaßen positiven Einfluß auf den Verlauf schwerer Sepsisfälle.

Es hemmt die Thrombinbildung durch Inhibition der Faktoren Va und VIIIa.
Wichtigste Nebenwirkung ist die Erhöhung des Blutungsrisikos, woraus sich die Kontraindikationen ergeben (Thrombopenie, innere Blutung, Heparintherapie etc.).
Aufgrund der Nebenwirkungen und der Tatsache, dass eine Senkung der Sterblichkeit nur bei höherem Schweregrad der Erkrankung belegt werden konnte, sollte das Präparat nur gezielt bei einer schweren Sepsis (z.B. mindestens zwei Organdysfunktionen) oder septischem Schock eingesetzt werden.

Details s. Übersichtsarbeit:
"Übersicht - Sepsis - neue Therapieansätze" in
Zeitschrift für Chemotherapie, 1/2003, Seite 1-2
und
"Neueinführungen - aktiviertes Protein C" in
Zeitschrift für Chemotherapie, 2/2003, Seite 11-12



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