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(Bundesgesundheitsbl.2003.46:775-779)Die Verhinderung von transfusionsassoziierten Infektionen stellt eine der größten Herausforderungen der Transfusionsmedizin dar. Die Kombination von konsequenter Spenderauswahl und strikter Testung jeder Blutspende auf Infektionserreger mit validierten Testverfahren konnte das Übertragungsrisiko deutlich verringern. Im Jahr 2001 wurden infektionsserologische Untersuchungen bei 547.436 Erstspendern und bei Erstspendewilligen sowie bei 5.159.332 Spenden von Mehrfachspendern durchgeführt. Vom Gesamtaufkommen der differenzierbaren Spenden entfielen 81% auf Vollblutspenden, 15% auf Plasmapheresespenden und 3% auf Zytapheresespenden. Gemäß Votum 22 des Arbeitskreises Blut wurde eine Infektion als bestätigt angesehen, wenn ein auffälliger Screeningtest durch positiven Bestätigungstest ergänzt wurde und/oder ein Genomnachweistest reproduzierbar war. Die kumulativen Infektionsraten für alle Spendenarten des Jahres 201 sind in der Tabelle dargestellt.
Vergleicht man die Ergebnisse der infektionsepidemiologischen Erhebungen in Deutschland von 1996-2001 kumulativ über alle Spendenarten, so erkennt man eine unverändert niedrige Prävalenz der HIV-und HBV-Infektionen. Bei den HCV-Infektionen zeigt sich jedoch seit 1996 eine signifikante Abnahme sowohl der Prävalenz (von 143 auf 92 Infektionen/100.000 Spenden) als auch der Rate an Serokonversionen (von 7,3 auf 1,6 Infektionen/100.000 Spenden). Einen vergleichbaren Trend zeigen Studien aus den USA und Frankreich. Ob diesem Trend ein Rückgang der HCV-Infektionen in der Gesamtbevölkerung zugrunde liegt, wird zukünftig die Analyse der nach IfSG (Infektionsschutzgesetz) gewonnenen Daten zeigen.
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