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Lab28 - Ausgabe Dezember 2002

Für Sie gelesen:

 

Anstieg gemeldeter Syphilisinfektionen seit 2001

 

Zunahme insbesondere bei homosexuellen Männern in Ballungszentren

Die Zahl gemeldeter Fälle lag vor 2001 konstant bei 1120 bis 1150/Jahr (Meldungen gemäß Geschlechtskrankheitengesetz). Im Jahr 2001 wurden dagegen nach neuem Infektionsschutzgesetz (IfSG) bereits 1681 Fälle und im ersten Halbjahr 2002 1102 Fälle (50 % mehr als im Vorjahr!) gemeldet.

Lab28 - Ausgabe Dezember 2002

Neu gemischt
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Zu viele Fortbildungsveranstaltungen?
Laborbefunde
Ihre Meinung - Ihre Wünsche
Antikörper gegen Saccharomyces cervisae
NT- pro BNP
Die nichtalkoholische Steatohepatitis
Plasma - Homocystein als Risikofaktor
Anstieg der Syphilisinfektionen seit 2001
Tee mit Wunderwirkung
Budgetausschlußziffern
Zertifikate vom Labor 28
Standardisierung von Enzym-Messungen
Der Steuertipp

Als Vergleich dazu die Zahlen für Berlin:

  • 357 Fälle im Jahr 2001
  • 220 Fälle im ersten Halbjahr 2002

(Quelle: Epidemiologisches Bulletin 10/2202 und 36/2202)

Es sprechen einige Fakten dafür, dass es sich hierbei um eine tatsächliche Zunahme und nicht um eine durch Änderung des Meldeverfahrens bedingte handelt:

  • Ein Anstieg der Luesinfektionen wird u. a. in Ballungsgebieten beobachtet (höchste Inzidenzraten in Berlin und Hamburg) in anderen Regionen sind sie vergleichbar den Zahlen von vor 2001.

  • Vergleicht man die Angaben bezüglich des Infektionsrisikos (Daten von 2001 und 2202) so verzeichnet man insbesondere einen Anstieg durch homosexuelle Kontakte bei Männern. Die Zahl der Luesinfektionen durch heterosexuelle Kontakte blieb konstant.

  • Dies wird auch durch entsprechende Berichte aus anderen europäischen Ländern, in denen eine vergleichbare Tendenz beobachtet wird, bestätigt.

Einige weitere interessante Daten:

  • Inzidenz in Berlin im Jahr 2001 ~ 8 Fälle/100.000 Einwohner
  • 78 % der Fälle -- Männer (Altersgipfel 30 bis 40)
  • 18 % -- Frauen (Altersgipfel 20 bis 24)
  • ~ 60 % der gemeldeten Fälle sind derzeit auf sexuelle Kontakte zwischen Männern zurückzuführen
  • ~ 40 % heterosexuelle Kontakte
  • 81 % sind in Deutschland erworben
  • von den im Ausland erworbenen Infektionen wird vor allem Osteuropa als Ort der Infektion genannt


Quelle:

Epidemiologisches Bulletin 39/2002